Walldürn

OWK wanderte zum Dreimärker Interessante Tour zu einem Stück Kulturgeschichte und einem Naturschutzgebiet

Die „Lappen“ bieten Vögeln auf der Reise Rast und Nahrung

Archivartikel

Walldürn.Der Dreimärker an der gemeinsamen Grenze von Walldürn, Hainstadt und Hettingen im Bereich des Naturschutzgebietes „Lappen“ war das Ziel der OWK-Wanderung. Bei stürmischem Regenwetter machten sich insgesamt 25 eifrige Wanderer auf die fünf Kilometer lange Wandertour. Brunhilde Marquardt und Marita Eisenhauer führten die Wanderfreunde auf dem Weg durch das Bundeswehr-Gelände bis zum Waldanfang. Rechts davon lag das Naturschutzgebiet „Lappen“ und links säumte eine Streuobstwiese am Fuße des 432 Meter hohen Hummelberg den Weg. Um den Dreimärker zu erreichen, musste man eine Überschwemmungsfläche in einer Talsenke umwandern, die durch den Lößlehmboden entstanden ist, der Wasser nicht durchsickern lässt. Dabei durchlief man in wenigen Schritten die drei Gemarkungen: Walldürn, Hettingen, Hainstadt.

Dreimärker sind Hoheitszeichen. Sie grenzen Hoheitsbereiche ab und dürfen nicht verändert, nicht unbefugt versetzt oder entfernt werden. Der dreikantige historische Grenzstein aus regionaltypisch rotem Buntsandstein zeigt auf jeder Seite die Inschrift seiner Gemarkung. Er ist ein Stück Heimat und Zeuge der Geschichte, ein Kulturdenkmal, das es zu bewahren gilt. Um Walldürn herum gibt es neun Dreimärker. Diese will der OWK in den nächsten Jahren erwandern mit dem Ziel, die Gemarkung von Walldürn konkreter kennen zu lernen.

Eine zweite Gruppe mit 17 Wanderfreunden erwanderte zwölf Kilometer. Sie wurden von Karl-Friedrich Berberich und Wolfgang Eisenhauer geführt. Zunächst ging es zum Hainstadter Brückle in Walldürn Süd. Hier gab es Erklärungen zur Biberburg. Über die Hettinger Brücke gelangte die Gruppe über das Vogelschutzgebiet „Lappen“ und Eiderbachgraben zum Dreimärker.

Dieses Natur- und Vogelschutzgebiet bietet im Winter und im Frühjahr durch den Einstau des Eiderbachs eine wichtige Überschwemmungsfläche. Zahlreiche Zug- und Wasservögel, wie Enten, Taucher und Störche, machen auf ihrem Weg in ihre Brutgebiete im Norden und Osten hier Station Der Rückweg erfolgte über den Dolinenpfad. Beide Gruppen trafen sich abschließend im Gasthaus „Zum Hirsch“ in Walldürn zum Austausch und gemütlichen Beisammensein.

Agnes Sans, die Vorsitzende des OWK, dankte den Wanderführern für die Vorbereitung und Durchführung der beiden Touren.

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