Walldürn

St.-Marien-Kirche Kinderwortgottesdienst mit Weihe der Erntedankkörbchen

Die Botschaft der Gottes- und Nächstenliebe

Walldürn.Nach der langen Coronapause fand am Sonntag erstmals wieder ein Kinderwortgottesdienst in der St. Marien-Kirche zum Thema „Erntedank und das Vorbild des Herrn von Ribbeck“ statt.

Die Kinder mit ihren Eltern und Großeltern brachten Erntedankkörbchen mit. Da viele der darin enthaltenen Früchte auf Bäumen gewachsen waren, stand dieses Mal ein Baum im Mittelpunkt der Feier. Zusammen fanden die Kinder in einer Meditation heraus, wie man sich als Baum fühlt: Feste Wurzeln geben Halt, sind verbunden mit dem Erdboden. Der Stamm muss kräftig und stark sein. Wenn der Baum wächst, bildet er neue Äste und Zweige und streckt sich der Sonne entgegen. Im Herbst kann er dann Früchte entstehen lassen. Doch meist ist ein Baum nicht allein, sondern Teil einer größeren Plantage.

Um einen solchen Baum ging es in der Geschichte des Herrn von Ribbeck nach dem Gedicht von Theodor Fontane, die mit Bildern unterlegt wurde. Dieser Gutsherr besaß einen kostbaren Birnbaum, dessen Früchte er gerne mit Kindern teilte. Nach seinem Tod war sein Sohn nicht so spendabel und wollte die Birnen nicht mehr verschenken. Doch der Herr von Ribbeck hatte vorausschauend gehandelt und sich eine Birne mit ins Grab legen lassen, so dass aus seinem Grab wieder ein großer Baum wuchs, der die schönsten Früchte trug. Der Legende nach soll er jedem Kind, das vorbeilief, zugerufen haben, dass es sich gerne eine Birne pflücken dürfe. Jonas Weber und Daniel Teichmann versuchten in einem Gespräch zu klären, was die Geschichte mit dem Erntedankfest zu tun hat und kamen auf den Gedanken, dass Jesus auch gerne hätte, dass die Menschen wie der alte Ribbeck werden. Man dürfe sich an allem freuen, was Gott wachsen lässt, was er einem schenkt und ihm dafür danken. Doch man dürfe seine Mitmenschen nicht vergessen und müsse an jene denken, die nicht so viel besitzen und ihnen etwas abgeben.

Obwohl die Kinder aufgrund der Hygienebestimmungen nicht mitsingen durften, konnten sie bei den Liedern mit Bewegungen die Texte unterstreichen. Zum Schluss weihte Diakon Friedhelm Bundschuh die mitgebrachten Obstkörbchen. Allen Gottesdienstbesuchern gab er den Segen mit auf den Weg.

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