Walldürn

Bäume werden gefällt Baumbestand wird in einem Kataster erfasst / Im Frühjahr gibt es eine Ersatzbepflanzung

Bei Gefahr wird der Baum gefällt

Walldürn.Das Geräusch von Motorsägen war am Dienstag hinter dem Schloss zu hören. Im Bereich des Verwaltungsgebäudes sowie am Basilika-Parkplatz wurden verschiedene Bäume gefällt. Dies geschieht auf Empfehlung einer Sachverständigen, so die Stadt auf Anfrage der FN. Bei den Bäumen besteht etwa die Gefahr von Astbrüchen oder die Standsicherheit ist wegen Wurzelfäule nicht mehr gegeben.

Die Stadt Walldürn kontrolliert jährlich ihren Baumbestand auf den öffentlichen Grundstücken, um drohende Schäden und Gefahren für Dritte zu erkennen und zur Schadensvermeidung die erforderlichen Sicherungsmaßnahmen durchzuführen. Und da kommt einiges zusammen: Auf dem Gebiet der Stadt gibt es momentan ungefähr 3700 Bäume, die zudem sukzessiv in einem Baumkataster erfasst werden. Die jüngsten Kontrollen wurden in Zusammenarbeit mit einem Baum-Sachverständigenbüro durchgeführt. Der Großteil der Bäume ist sicher oder kann durch eine fachgerechte Pflege gehalten werden.

Jedoch gebe es Bäume, bei denen die Gefahr von Astabbrüchen besteht oder die nicht standfest sind. So zum Beispiel durch Fäule im Wurzelbereich oder Hohlraumbildung im Stamm. Die Stadt Walldürn fällt daher auf Empfehlung der Sachverständigen verschiedene Bäume. Ein Fachbetrieb führt diese Arbeiten gerade durch. Rund 25 bis 30 Bäume fallen aktuell.

Davon betroffen sind unter anderem Bäume im Bereich der Klosterstraße mit einer umfangreichen Fäule, deren Wurzelwerk zudem eine Verkehrsgefährdung für die naheliegenden Bauwerke darstellen. Ebenso muss ein instabiler Baum im Bereich des Basilika-Parkplatzes sowie ein Baum im Hangbereich an der Brücke beim Breiten Gässchen gefällt werden.

Bereits vor fünf Jahren hat der städtische Bauhof intensive Pflegearbeiten an den Bäumen im Bereich des Friedhofes eingeleitet. Jedoch haben diese nicht bei jedem Baum die gewünschte Wirkung gezeigt. So gab es dort drei Bäume, deren Stämme eine Hohlraumbildung haben oder die Wurzeln eine Fäule aufwiesen: Auch diese drei Bäume wurden im Zuge der Maßnahme gefällt.

Nicht jeder Standort geeignet

Das Stadtbauamt werde im kommenden Frühjahr an den entsprechenden Stellen eine adäquate Ersatzbepflanzung vornehmen, sagte Meikel Dörr, Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit, im Gespräch mit den FN. „Da nicht jede Baumart für jeden Standort geeignet ist, wird die Auswahl der Bäume in enger Abstimmung mit den Baum-Sachverständigen erfolgen.“ Art und Stückzahl richten sich nach dem Standort – und da ist nicht jeder Platz für jeden Baum geeignet. Bei den Bäumen, die gestern hinter dem Schloss gefällt wurden, handelt es sich um eine sogenannte Flügelnuss. Und für die war der Bereich hinter dem Schloss, so die Sachverständige, der falsche Standort. sw/mar

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