Walldürn

Im Freilandmuseum Besondere Ausstellung zu sehen

Äpfel und Birnen werden bestimmt

Archivartikel

Gottersdorf.Eine Apfel- und Birnenausstellung im Odenwälder Freilandmuseum mit der Möglichkeit zur Sortenbestimmung durch Apfel- und Birnenexperten der Pomologenverbände Baden-Württemberg und Hessen findet am Samstag, 3., und Sonntag, 4. Oktober, findet in der offenen Dreschhalle des Freilandmuseums eine Apfel- und Birnenausstellung statt.

Gezeigt werden die Früchte von jeweils über 200 alten Apfel - und Birnensorten, die früher überall auf den Streuobstwiesen im ländlichen Süddeutschland zu finden waren, heute jedoch oftmals rar geworden und teils sogar in ihrem Bestand gefährdet sind. Streuobstwiesen sind ein typischer Teil der Odenwälder Kulturlandschaft und stellen wichtige Ökosysteme dar, die zum Erhalt der einheimischen Artenvielfalt von Flora und Fauna beitragen.

An beiden Tagen besteht die Möglichkeit eigene Äpfel und Birnen von den beiden Experten Hermann Schreiweis (Birnen) und Werner Nußbaum (Äpfel) vom Pomologenverband Baden-Württemberg beziehungsweise Hessen bestimmen zu lassen. Dazu benötigen die Experten pro Sorte circa vier bis fünf Exemplare einer der zu bestimmenden Früchte. Die Sortenbestimmung findet am Samstag, 3. Oktober, von 11 bis 17 Uhr und am Sonntag, 4. Oktober, von 11 bis 16 Uhr vor der Dreschhalle des Freilandmuseums unter Einhaltung der Corona-Sicherheitsvorkehrungen (Maskenpflicht) statt.

Äpfel und Birnen waren früher unverzichtbare Bestandteile des ländlichen Speisezettels. Ihre Vielfalt war um ein Hundertfaches größer als die wenigen Apfelsorten, die heute im Supermarkt angeboten werden. Der Sortenreichtum spiegelt die vielseitige Verwendung: Frühzeitig reife Obstsorten wurden direkt verzehrt, zum Kuchenbacken genutzt oder eingeweckt, späte Apfel- und Birnensorten wurden eingelagert. Sie waren in den kalten Wintermonaten oftmals die einzigen (noch) frischen Vitaminlieferanten. Bestimmte Apfel- und Birnensorten wurden zu Apfelsaft, Most oder Schnaps verarbeitet. Apfelmost war im rauen Odenwald und steinreichen Bauland das typische Alltagsgetränk der ländlichen Bevölkerung, denn für Weinanbau war das Klima in beiden Landstrichen eher ungeeignet.

An beiden Ausstellungstagen wird auf der Wiese vor der Dreschhalle ab circa 11 Uhr das Mosten von Äpfeln vorgeführt. Ein Verkauf des Saftes ist aufgrund der Corona-Situation allerdings nicht möglich. Kinder können sich die Museumsäpfel in Spaghetti-Form schmecken lassen. Vor der Dreschhalle hält die Gärtnerei „Bienenweide“ ein Sortiment an bienenfreundlichen Stauden und Saatgut zum Verkauf bereit.

Das Museum ist laut Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg dazu verpflichtet die Kontaktdaten aller Museumsbesucher zu erfassen. In bestimmten Bereichen des Museums besteht Maskenpflicht, die Hinweisschilder sind zu beachten, die Einhaltung des Mindestabstandes von zwei Metern ist auf dem gesamten Gelände zu wahren. Die Obstsorten-Ausstellung und die Bestimmung findet ebenso unter Einhaltung der Hygieneregeln des Museums statt. Es ist daher möglich, dass es bei der Sortenbestimmung zu Wartezeiten kommen kann. Der Museumsbiergarten ist an beiden Tagen von 11 bis 17 Uhr geöffnet, die Schankstube bleibt aufgrund der enge Räume geschlossen. Die Veranstaltung findet vorbehaltlich der Entwicklung des Infektionsgeschehens im Kreis statt. Etwaige Änderungen werden auf der Website des Odenwälder Freilandmuseums unter www.freilandmuseum.com bekannt gegeben. Weiter Informationen im Odenwälder Freilandmuseum unter 06286-320 oder per E-Mail an info@freilandmuseum.com.

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