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32. Africa Festival Angélique Kidjo führt die Künstlerriege vom 29. Mai bis 1. Juni an

Starke Frauen in der afrikanischen Musik

Archivartikel

Frauen stehen im Mittelpunkt des Musikprogramms beim 32. Internationalen Africa Festival von Freitag, 29. Mai, bis Sonntag, 2. Juni, auf den Würzburger Mainwiesen. Angeführt wird die Riege der starken Künstlerinnen von Angélique Kidjo. Als zweiten, thematischen Schwerpunkt hat sich Veranstalter Afro Project der Sahelzone und den Auswirkungen des Klimawandels auf dieses Gebiet angenommen.

„Wir wollen mit unserem Programm natürlich in erster Linie für gute Unterhaltung sorgen“, sagt Chef-Organisator Dr. Stefan Oschmann bei der ersten Pressekonferenz zur 32. Auflage der international bekannten Veranstaltung. „Aber es ist uns auch wichtig, auf Missstände hinzuweisen, wie beispielsweise die Rolle der Frauen in der afrikanischen Musik. Wir wollen hier auch ein kleines Zeichen setzen, um die Musikerinnen zu stärken.“

Für die Künstlerinnen, die auf dem Africa Festival auftreten werden, gilt, egal welchen Stellenwert sie in der Szene haben, dass sie viel musikalische Qualität mitbringen.

Angélique Kidjo hat dies nicht nur bei ihren diversen Auftritten am Main schon eindrucksvoll unter Beweis gestellt, sondern auch bei zahlreichen Konzerten in europäischen Metropolen. Dieses Mal will sie sich von einer ganz anderen musikalischen Seite zeigen. Sie wird ein Tribute-Konzert für Celia Cruz spielen, der Königin des Calypso. So wird ein Hauch Kuba durch das Zirkuszelt wehen. Aber natürlich wird die dreifache Grammy-Gewinnerin den Songs ihren Stempel aufdrücken, indem sie sie mit Afro-Beats, Juju-Style und Yoruba Music anreichert.

Mit Lira ist eine weitere große Stimme mit von der Partie. Nachdem Angélique Kidjo am Donnerstag Hauptact ist, wird die Südafrikanerin das am Freitag sein. Sie ist von Sängerinnen wie Nina Simone und Aretha Franklin beeinflusst und nennt Miriam Makeba ihr großes Vorbild. Ihr Stil ist eine Mischung aus Soul, Jazz, Funk und afrikanischen Sounds.

Am Sonntag wird Lura mit coolen Grooves von den Kapverdischen Inseln den Abend im Zirkuszelt eröffnen, während Nkulee Dube am Montag mit Reggae und Raga aus Südafrika präsentiert. „Der letzte Tag des Festivals, diesmal der Montag, ist mit Reggae wieder der Jugend vorbehalten“, führt Oschmann aus. Denn zum Abschluss wird Patrice mit Roots Reggae, angereichert mit deutsch-afrikanischem Soul und Funk, Bewegung ins Publikum bringen.

Ebenfalls schon sicher dabei sind Habib Koité & Bamada, die traditionelle Musik aus Mali spielen werden.

„Mit unserem Thema Sahelzone wollen wir auf die verheerenden Auswirkungen des Klimawandels in der Region aufmerksam machen“, führte Oschmann aus. „Im Arte-Zelt werden wir den Film ,The Great Green Wall’ zeigen, der die Problematik vortrefflich dokumentiert.“ Er mache unter anderem die Wichtigkeit der Aufforstung in dieser Region deutlich, um eine weitere Ausbreitung der Wüste zu verhindern.

Auch zwei gekrönte Häupter werden auf den Mainwiesen Hof halten. Passend zur Fotoausstellung „Königreiche in Afrika“, die an der Universität Würzburg und in der Stadtbücherei zu sehen ist, werden Königin Naa Dedei Onomrokor III und König Mensah I bei der Eröffnung anwesend sein. Am Samstag und Sonntag beantworten sie den Kindern und auch deren Eltern im Kinderzelt ihre Fragen und erzählen etwas aus ihrem Alltag.

Zusätzlich führt die ghanaische Theatergruppe Adesa das Stück „Der gelangweilte König“ auf.