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Konzert „Jeremias“ machen im Rahmen ihrer „Du musst an den Frühling glauben“-Tour 2020 im restrlos ausverkauften Würzburger Cairo Station

Eingängige Poesie im Disco-Beat geht direkt in die Beine

Sie sind jung, gut aussehend, und versprühen auf der Bühne eine Wahnsinnsenergie. Was „Jeremias“ im Würzburger Cairo abliefern, ist wirklich mega. Die vier Jungs aus Hannover, die gerade einmal zwischen 19 und 21 Jahre alt sind, befinden sich derzeit auf ihrer „Du musst an den Frühling glauben“-Tour 2020“ und machen am Main einen Zwischenstopp.

Nachdem Jeremias, Ben, Jonas und Olli bereits als Support-Act einige Bühnenerfahrung haben sammeln können, ist dies nun ihre erste Headline-Tour. Und sie ist ein absoluter Erfolg. Wer die Jungs einmal live sehen durfte, den verwundert es aber auch nicht, dass es für einige ihrer Konzerttermine bereits keine Karten mehr zu kaufen gibt. Die Leidenschaft und Freude mit der sie ihre Konzerte spielen ist nicht nur zu sehen, man spürt sie förmlich. Auch das Cairo in Würzburg ist an diesem Abend restlos ausverkauft. Das überwiegend junge, meist weibliche Publikum lässt sich für gut eineinhalb Stunden in den Bann der charismatischen Band ziehen.

Und da sich die Songs von „Jeremias“ nicht nur durch ihre poetischen und durchdachten Texte auszeichnen, sondern auch extrem tanzbar sind, steht niemand mehr still. Die Disco-Beats gehen direkt vom Ohr in die Beine und die Temperatur im Cairo nimmt hochsommerliche Ausmaße an.

Aber es gibt auch ruhige, fast melancholische Momente bei diesem Konzert. Wenn bei Songs wie etwa „Grüne Augen lügen nicht“ Jeremias Heimbach alleine am Piano steht und singt, wird es ruhig im Publikum und so manches Pärchen schaut sich noch etwas tiefer in die Augen. Neben ihren bekannten Songs spielen die Jungs im Cairo auch neue, die sie selbst noch nicht auf der Bühne gespielt haben. Und auch diese machen Lust auf mehr. Man spürt in jeder Sekunde, dass diese Band wirklich großen Spaß am Musikmachen hat.

Kein Wunder also, dass sie sich vom begeisterten Würzburger Publikum nicht lange um eine Zugabe bitten lassen. Nach eineinhalb Stunden geballter Power auf der Bühne, geht ein wirklich tolles Konzert zu Ende. Das Publikum dankt es mit einem frenetischen Applaus.

Bleibt zu hoffen, dass sich das Quartett einmal wieder in Würzburg blicken lässt, auch wenn dann der Platz im Cairo vielleicht nicht mehr ausreicht, sollte es mit dem Erfolg von „Jeremias“ weiterhin so steil bergauf gehen.