Tischtennis

Tischtennis Hygieneauflagen beeinflussen den in der kommenden Woche beginnenden Spielbetrieb in der Region / Ausweichen in andere Hallen möglich

Spieler nehmen eigenverantwortlich teil

Die Saison 2020/21 im Bereich des Badischen Tischtennis-Verbandes beginnt in der nächsten Woche mit den ersten Begegnungen. Spannung verspricht der Kampf um Bälle und Punkte bis hin zu den Entscheidungen im März und April. Anspannung gibt es in den Vereinen und Abteilungen jedoch auch zur Frage, wie man mit dem sportlichen Wettstreit unter Corona-Rahmenbedingungen zurechtkommt.

Die Saison 2019/20 hatte Corona bedingt Mitte März 2020 ein abruptes Ende genommen. Schließlich galten die Tabellenstände, die zum Zeitpunkt der Aussetzung der Spielzeit Gültigkeit hatten. Auf- und Abstiege wurden so vollzogen, wie es vor der Runde bekannt gegeben war. Alle Relegationsteilnehmer erhiel-ten die Gelegenheit, in der nun folgenden Saison in der höheren der beiden betroffenen Klassen zu spielen. Einige Teams verzichteten auf die Möglichkeit zum Aufstieg.

Im Mai und im Juni wurden die Vorbereitungen auf die mögliche neue Saison weitgehend online getroffen – so wie in jedem Jahr. Wechsel von Spielerinnen und Spielern erfolgten bis Ende Mai, im Juni dann die Mannschafts-Meldungen der Vereine, später auch die namentlichen Meldungen und schließlich Genehmigungen und Spielklasseneinteilungen durch die jeweils verantwortlichen Sportwarte.

Über den Bereich der Region Ost (Tischtennisbezirke Mosbach, Buchen und Tauberbischofsheim) hinaus treten aus dem Tischtennisbezirk Tauberbischofsheim folgende Teams in höheren Klassen an: die Herren des SV Niklashausen I in der Badenliga, die Herren des FC Külsheim I als Neuling in der Verbandsklasse Nord sowie die Schüler der SG Niklashausen/Külsheim I in der Verbandsliga.

Hygienekonzepte erstellt

Zur Jahresmitte beschäftigten sich die Vereine und Abteilungen wegen der Corona-Pandemie mit der notwendigen Erstellung von Hygienekonzepten, welche den Städten und Gemeinden vorzulegen wa-ren. Diese Hygienekonzepte ermöglichten unter Berücksichtigung der aktuellen Vorgaben des Landes und der Kommunen nach und nach wieder einen Trainingsbetrieb. Zu besagter Jahresmitte war allerdings noch nicht klar, in welchem Zeitrahmen, in welcher Weise oder ob überhaupt ein Spielbetrieb zur Saison 2020/21 stattfinden darf und kann.

Der Sportausschuss des Badischen Tischtennis-Verbandes hat für den Zeitpunkt seiner Entscheidung zwei Kriterien in den Vordergrund gestellt: Zum einen galt „so spät wie möglich“, um aktuellen Änderungen bezüglich der Corona-Pandemie gerecht werden zu können. Zum anderen hieß es „so früh wie nötig“, um allen am Sportbetrieb Beteiligten genügend Zeit einzuräumen, Organisatorisches zu leisten.

Die Entscheidungen fielen kürzlich in der ersten Septemberwoche. Abgewägt wurden Gedanken in alle Richtungen. Diese reichten von der kompletten Absage der Saison 2020/21 über das Weglassen der Vorrunde im Jahr 2020 hin zum gewohnten Beginn Mitte September oder an einem späteren Termin. Besprochen wurde auch die Arten der Spielsysteme, um in der anstehenden Saison im Mannschaftswettkämpfen eventuell ausschließlich Einzel zu spielen und auf Doppel zu verzichten.

Der Sportausschuss des Badischen Tischtennis-Verbandes machte sich seine Entscheidung wahrlich nicht leicht. Gespielt wird nun ab Mitte September und einschließlich der jeweiligen Doppel. Der Verband koppelte die Information über diese Entscheidungen mit der Weitergabe von Verhaltensregeln, welche als starke Empfehlungen zu verstehen sind.

Die erste Essenz dieser Regeln ist, dass jede Spielerin und jeder Spieler eigenverantwortlich am Wett-kampfbetrieb teilnimmt. Da kann es natürlich auch sein, dass unter den gegebenen Umständen einige Tischtennisakteure auf die Teilnahme am Spielbetrieb einstweilen verzichten. Es gelten die Schutz- und Handlungskonzepte des gastgebenden Vereins und grundsätzlich sollten die Akteure einen Mund-Nasen-Schutz mittragen. Natürlich gilt die Einhaltung der Abstandsregel von 1,50 Meter und ebenso natürlich dürfen nur symptomfreie Personen die Spielhalle betreten.

Dokumentation nötig

Zu beachten ist, die Verordnungen, Auflagen und Regelungen des Bundes, der Länder, Landkreise, Kommunen und Behörden hinsichtlich Öffnung und Nutzung von Turnhallen immer Vorrang haben vor den Regelungen des Spielbetriebs. Bei jedem Spiel ist eine Dokumentation erforderlich, die ausweist, wer alles an der Spielstätte anwesend ist.

Eine gemeinsame Anreise zu Punktspielen ist in Fahrgemeinschaften grundsätzlich möglich. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes wird seitens des Verbandes dringend empfohlen. Alle bekannten Vorschriften zur Hygiene seien unbedingt einzuhalten. Der Badische Tischtennis-Verband gab auch bekannt, er könne und werde, so nötig, jederzeit Anpassungen aufgrund von kurzfristig vorgenommenen Restriktionen oder Verschärfungen beschließen.

Der Verband hat für seinen Wirkungsbereich zur anstehenden Saison Corona bedingt spezielle Regelungen getroffen. Denn damit unter den aktuellen Bedingungen eine Spielrunde durchgeführt werden kann, sind alle auf mögliche Spielverlegungen angewiesen. Einvernehmliche Spielverlegungen sind unter Beachtung der Wettspielordnung wie gehabt möglich. Verlegungen werden, auf Grund der besonderen Umstände bis in die Kalenderwochen „50“ und „51“ zugelassen, also bis zum 20. Dezember.

Eine grundsätzliche Ablehnung von Spielverlegungen oder das Verweigern von Verlegungsterminen gilt in dieser Runde ebenfalls als unsportlich und kann entsprechend der Strafordnung geahndet werden. Wenn alle vorgeschlagenen Termine nicht passen, ist der Spielleiter zu informieren, der in Zusammenarbeit mit dem Fachwart Mannschaftssport das Spiel neu ansetzt.

Das Zurückziehen einer Mannschaft während der Vorrunde bleibt straffrei, zieht aber den Abstieg in die nächsttiefere Spielklasse nach sich. Tritt eine Mannschaft nicht in Sollstärke, allerdings in Mindeststärke an, so wird in der Vorrunde 2020/21 von einer Bestrafung abgesehen.

Sollten Sporthallen geschlossen oder zu klein für ein Spiel sein, so muss geprüft werden, ob die Begegnung in einer benachbarten Halle ausgetragen werden kann. Zudem besteht die Möglichkeit, das Heimrecht zu tauschen. Roland Pietsch, Fachwart Mannschaftssport des Badischen Tischtennis-Verbandes appelliert in seinem Anschreiben so wie alle anderen Verantwortungsträger auch an das Fairplay aller Tischtennis-Sportfreunde.

Appell des Sportwarts

Auch Josef Arnold, Sportwart des Tischtennisbezirks Tauberbischofsheim, hofft, dass sich alle an die Vorschriften halten. Nur so könne die Runde gestartet werden. Der im Tischtennisbezirk Tauberbischofsheim seit Jahren zu Anfang September gewohnte Staffeltag für die Mannschaften von der Kreisklasse C bis zur Kreisliga entfällt diesmal aus nachvollziehbaren Gründen. Der bezirksinterne 3er-Pokal wird wie üblich parallel zu den Spielen der Vorrunde ausgetragen.

Thomas Henninger, Vorsitzender des Tischtennisbezirks Tauberbischofsheim, informiert, der Bezirksfachtag werde 2020 nicht durchgeführt. Dies sei problemfrei, denn es fänden keine Wahlen statt. Falls man sich zum Staffeltag der Rückrunde treffen könne, würden dort verschiedene Themen angesprochen werden.

Derzeit sind die Vereine und Abteilungen auch im Tischtennisbezirk Tauberbischofsheim dabei, die vom Verband und den jeweiligen Spielklassenleitern eingeforderten Hygienekonzepte auf den neuesten Stand zu bringen. Diese werden den für den Spielbetrieb Verantwortlichen zukommen lassen, damit diese die einzelnen Mannschaften vor Rundenbeginn mit einer kurzen Information über die Hygienevorschriften des Heimvereins informieren können.

Die Verantwortlichen auf allen Ebenen des Tischtennis in Baden haben das Nötige und das Mögliche getan, damit die Tischtennissaison 2020/21 gut durchgeführt werden kann.