Tauberbischofsheim

Wer sonst?

Archivartikel

Fabian Greulich zum Vorgehen des Vereins „Soko Tierschutz“

Tierschützer zeigen einen Staatsanwalt wegen Rechtsbeugung und Strafvereitelung an. Das ist außergewöhnlich, aber nach Lage der Dinge das einzige verbliebene Mittel der Aktivisten, die Einstellung der Verfahren gegen die drei Amtsveterinäre weiter zu hinterfragen und das Thema Schlachthof in der öffentlichen Wahrnehmung wachzuhalten. Insofern ist das Verhalten des Vereins „Soko Tierschutz“ nur konsequent. Es geht darum, ein Zeichen zu setzen – gegen eine Rechtsprechung, die so nicht richtig erscheint.

Wenn man erfährt, dass ein Anprangern der offensichtlichen Missstände als unzulässig zurückgewiesen wird, weil der Beschwerdeführer im Sinne der Strafprozessordnung nicht „Verletzter“ ist, macht das fassungslos. Mal ehrlich, wer sonst soll denn gegen Tierquälerei in Schlachthöfen vorgehen (können)? Die Rinder, Schweine oder Puten selbst?