Tauberbischofsheim

Personennahverkehr Landratsamt schließt Job-Ticket-Vereinbarung ab /Mitarbeiter können vergünstigt ÖPNV-Angebot nutzen

Vorreiterrolle im Main-Tauber-Kreis

Landrat Reinhard Frank und der Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar (VRN), Volkhard Malik, haben eine Vereinbarung zum Job-Ticket unterzeichnet.

Main-Tauber-Kreis. Nachdem der Kreistag des Main-Tauber-Kreises einen Zuschuss zum Job-Ticket beschlossen hatte, können seit 1. Juli die Mitarbeiter der Landkreisverwaltung das VRN-Job-Ticket erwerben.

„Ich freue mich, dass wir unseren Mitarbeitern nun das VRN-Job-Ticket anbieten können. Als moderner und umweltbewusster Arbeitgeber möchten wir mit gutem Beispiel vorangehen, einen Mehrwert für unsere Mitarbeiter schaffen sowie die umweltfreundliche Mobilität mit Bus und Bahn im Verbundgebiet fördern“, erklärt Landrat Reinhard Frank.

Geschäftsführer Volkhard Malik lobt die Initiative des Kreises: „Der Verkehrsverbund unterstützt gerne den Main-Tauber-Kreis bei der Umsetzung. Die Entscheidung des Landkreises zeigt, dass die neuen Möglichkeiten der Finanzierung des Job-Tickets für viele Arbeitgeber attraktiv sind.“

Der VRN hat das neue, nutzerorientierte Job-Ticket-Modell Anfang 2020 eingeführt. Es ermöglicht Arbeitnehmern, kostengünstig und vor allem umweltverträglich mit Bussen und Bahn mobil zu sein. Voraussetzung für den Erwerb eines VRN-Job-Tickets ist der Abschluss einer Job-Ticket-Vereinbarung des Arbeitgebers mit der Verkehrsgesellschaft Main-Tauber (VGMT) und dem VRN. Zudem muss der Arbeitgeber mindestens zehn Beschäftigte haben und es müssen mindestens zwei Mitarbeiter das Ticket nutzen.

Das VRN-Job-Ticket bietet den Nutzern zahlreiche Vorteile. Es gilt im gesamten VRN-Verbundgebiet in allen Bussen, Straßenbahnen, Zügen der zweiten Klasse und Ruftaxilinien. Mit dem Job-Ticket können montags bis freitags nach 19 Uhr sowie ganztags an Wochenenden und Feiertagen die eigene Familie, das heißt Partner und eine beliebige Anzahl eigener Kinder oder Enkelkinder bis einschließlich 14 Jahren, oder bis zu vier andere Personen oder einem Hund kostenlos mitfahren.

ÖPNV-Dezernent und VGMT-Geschäftsführer Jochen Müssig hofft auf viele Nachahmer unter den Arbeitgebern und Arbeitnehmern. „Das Job-Ticket führt zum Rückgang des Individualverkehrs und ist damit ein Beitrag für den Klimaschutz. Das Landratsamt als zuständiger Aufgabenträger für den straßengebundenen ÖPNV hat nun die erste Job-Ticket-Vereinbarung im Main-Tauber-Kreises abgeschlossen. Eine solche Vereinbarung ist auch für vielen private Unternehmen geeignet.“

Besonders attraktiv sei das Angebot für Betriebe und Arbeitnehmer, die entlang der ÖPNV-Hauptachsen, wie der Tauber- und der Frankenbahn oder in Städten mit einem Stadtbussystem, beheimatet sind, so Müssig.

Auf der Tauberachse besteht an Werktagen ein umfassendes, teilweise halbstündliches Angebot mit Bussen und Bahnen. Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2019 verkehrt auch auf der Strecke Würzburg – Lauda – Osterburken eine stündliche Regionalbahn. Diese Regionalbahn bedient regelmäßig die Unterwegshalte in Wittighausen, Zimmern, Grünsfeld, Gerlachsheim, Königshofen, Boxberg und Eubigheim.

„Insbesondere bei den heute oft üblichen flexiblen Arbeitszeitmodellen sollte die Nutzung des ÖPNV für viele Arbeitnehmer problemlos möglich sein. So kann die umweltfreundliche öffentliche Mobilität auch im ländlichen Raum zum Erfolgsmodell werden“, ergänzt Müssig.

„Das Job-Ticket ist eine persönliche Jahreskarte und bietet sowohl den Mitarbeitern als auch den Unternehmen einen Mehrwert. Durch Abschluss einer Job-Ticket-Vereinbarung können Betriebe ihre Attraktivität als Arbeitgeber steigern und zugleich ihren Parkraum entlasten. Arbeitnehmer profitieren durch vergünstigte ÖPNV-Tickets und die vielfältigen Mitnahmemöglichkeiten im Freizeit- und Wochenendverkehr“, berichtet VGMT-Geschäftsführer Thorsten Haas. vgmt