Tauberbischofsheim

CDU-Stadtverband Landtagsfraktionsvorsitzender Professor Dr. Wolfgang Reinhart blickte auf das politische und gesellschaftliche Geschehen in und für die Region

Viele Fördermittel für ländlichen Raum ermöglicht

Archivartikel

Main-Tauber-Kreis/Tauberbischofsheim.„Corona lässt uns nicht los. Wir sind in den letzten Monaten Experten geworden für Inzidenzen und R-Werte. Das Virus bleibt eine Geduldsprobe. Es bleibt auch eine Zumutung in unserem Alltag, für unser Miteinander für unsere Freiheiten. Die zweite Welle ist da. Sie rollt mit großer Dynamik durch unser Land, auch in unserer Heimat,“ so MdL Wolfgang Reinhart bei seiner Rede anlässlich der Mitgliederversammlung des CDU-Stadtverbands Tauberbischofsheim, wie es in einem pressebericht der CDU heißt.

„Aus der Leichtigkeit des Sommers darf jetzt nicht Leichtsinn werden. Ich verstehe jeden, der mit den Maßnahmen hadert. Seitens des Landes wollte man flächendeckende Schulschließungen auch weiterhin unbedingt vermeiden. Wir wollen, dass die Wirtschaft weiterläuft, dass Handel und Industrie offenbleiben. Denn jetzt ist schon klar: Die Pandemie-Krise hat historische Dimensionen. Mutmaßlich annähernd um sieben Prozent wird die Wirtschaftsleistung von Baden-Württemberg einbrechen, zumal wir den höchsten Anteil von Kurzarbeitern zusammen mit Bayern in Deutschland haben“, führte der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion aus. Auch im Land habe man Beispielloses getan, um den Familien, dem Mittelstand und den Kommunen beim ÖPNV sowie bei den Gewerbesteuerausfällen, aber auch bei den Schlüsselzuweisungen zu helfen.

Hierzu gehörten Zuschüsse und Überbrückungen für den Mittelstand, Soforthilfen, Liquiditätskredite, Förderkredite und Bürgschaften der L-Bank, bei der Reinhart selbst dem Verwaltungsrat angehört, ebenso wie Sonderprogramme für Gastro- und Hotellerie-Branche, aber auch außerordentliche Hilfen für die Kommunen und den Gesundheitsstandort.

Reinhart erwähnte auch die Erfolge gegenüber dem Koalitionspartner gerade für den ländlichen Raum. So habe man erstmals bei den Zuweisungen einen zusätzlichen Flächenfaktor für die heimischen Kommunen im Kreis durchgesetzt. Außerdem erwähnte er das neue Landärzteprogramm, was er als Fraktionsvorsitzender selbst mit dem Ministerpräsidenten der Grünen in Stuttgart ausgehandelt und durchgesetzt habe.

Auch sei Tauberbischofsheim mittlerweile bei der Stadtsanierung weiterhin auf gutem Wege. Es brauche jetzt weitere neue Lösungen. Bislang seien aus dem Programm schon über 20 Millionen. Euro bewilligt worden. Er erinnerte auch an eine Sonderförderquote zugunsten der Konversion am Laurentiusberg und die damalige Zusammenarbeit sowohl mit Bürgermeister Wolfgang Vockel, dem Gemeinderat als auch der jetzigen Amtsnachfolgerin Anette Schmidt.

Bei der Wasserversorgung sei ursprünglich ein öffentlicher Termin auf 2. November vereinbart gewesen. Dieser habe wegen Corona verlegt werden müssen. Allerdings habe er sich mit Intensität in Stuttgart für die Wasserversorgung des Mittleren Taubertals eingesetzt, damit es schneller vorangehen kann. Es sei das größte Projekt derzeit im Rahmen der Förderkulisse von Baden-Württemberg. Es sei ihm gelungen als Mitglied der Haushaltsstrukturkommission, der unter anderem auch die Finanzministerin und der Ministerpräsident angehören, dass die Fördermittel im Landeshaushalt verdreifacht werden konnten, so dass damit die Chance für eine raschere Realisierung dieses Großprojekts ins Auge gefasst werden könne. Schließlich werde das Land mit einem erheblichen zweistelligen Millionenbetrag über die Fördermittel der Wasserwirtschaft gefordert sein und das Projekt unterstützen.

Ferner würdigte Professor Dr. Wolfgang Reinhart Gustav Endres für sein ehrenamtliches Engagement, das zur Verleihung der Stauffer-Medaille geführt habe. Reinhart hob die großartige Lebensleistung als Leiter der Stadt- und Feuerwerkapelle sowie viele Jahrzehnte der Betriebskapelle der Firma Weinig, seine Fachlehrertätigkeit an der Richard-Trunk-Musikschule sowie das Turmblasen vom Türmersturm hervor. Er habe deshalb den Ehrungsvorschlag bei der Landesregierung gerne unterbreitet. Er überreichte ihm und seiner Ehefrau ein Geschenk. „Gustav Endres ist mit seinem breiten Engagement über mehr als 50 Jahre ein wirkliches Vorbild,“ so Reinhart abschließend.