Tauberbischofsheim

Frauenfastnacht Buntes Programm unter dem Motto „Gaudeamus feminae – Frauen machen Gaudi“

Vergnügliche Reise führte ins Mittelalter

Grünsfeld.Eine vergnügliche Reise ins Mittelalter unternahm die Frauengemeinschaft beim Frauenfasching. Anlass war das Jubiläum „700 Jahre Stadtrecht“. Bauernmädchen, Bürgerstöchter und Burgfräuleins gaben sich ein Stelldichein. „Gaudemus feminae – Frauen machen Gaudi“ lautete das Motto, das die Frauen für die „Nacht der Nächte“ ausgerufen hatten.

„Das Jubiläum ist in aller Munde, wir Frauen verbreiten die frohe Kunde“, erklärten Elke Krappel und Uschi Spang zu Beginn. Das Duo präsentierte stilgerecht in historischen Gewändern eine Reihe von „Lustbarkeiten“, ohne dabei „einen langen Sermon“ zu halten. Von den Wänden schauten währenddessen die Porträts der für die Grünsfelder Geschichte bedeutsamen Frauen wie Dorothea von Rieneck wohlwollend herab.

Die Krensheimer Turnfrauen hatten sich für ihren Auftritt vom Super Bowl in den USA inspirieren lassen. Athletische Sportler und flotte Cheerleader kamen auf der Bühne zusammen. Die neue Leidenschaft für American Football übertrugen die Turnfrauen mit ihrer Darbietung auf das Publikum. Besonders erfreulich: Bei den Turnerfrauen mischt der Nachwuchs schon kräftig mit. Neuigkeiten hatte Nachtwächterin Elke Krappel bei ihren Stadtrundgängen aufgeschnappt.

„Ein Stück Bollywood“

Mit Bedauern musste sie zur Kenntnis nehmen, dass Pater Josef schon wieder geht. „Mit ihm verlässt uns ein Stück Bollywood“, meinte sie. Für das Stadtjubiläum zeigte sie sich zuversichtlich. Zahlreiche Veranstaltungen hätten für jeden Geschmack etwas zu bieten, auch wenn diese zusätzliche Arbeit bedeuteten

Auf die Suche nach heiratswilligen Männern machten sich die Paimarer „Mäusköpf“. Die Gruppe begeisterte diesmal nicht mit einer Tanzdarbietung, sondern mit einer Gesangsparodie in originellen Kostümen. „Viel Zaster ohne Laster“, lautete nach Auffassung der „Mäusköpf“ die Beschreibung für den idealen künftigen Gatten. Kein Wunder, dass bei solchen Ansprüchen keiner aufzutreiben war.

Von den Schwierigkeiten, einen Mann zu finden, berichteten auch die drei „ehewilligen Jungfrauen“ Uschi Spang, Doris Berberich und Regina Markert. Es war wie verhext: Die feschen Fußballer, die sie beim Jubiläumsfest trafen, zeigten keine Interesse. Mit den Herren fortgeschrittenen Alters im Seniorenzentrum wussten die drei Damen wiederum nichts anzufangen.

Tanzmariechen begeisterte

Ja zum Alter sagten stattdessen die „Uhus“, alles junge Frauen unter hundert. Ihr Auftritt machte deutlich, dass man immer in Bewegung bleiben soll, egal in welchem Alter. Fit kann man demnach auch mit Rollator sein. Die Gehilfen funktionierten die „Uhus“ kurzerhand in Sportgeräte um. Närrische Unterstützung erhielten die Frauen von den „Hasekühle“. Tanzmariechen Shamila Almestica wirbelte über die Bühne und präsentierte akrobatische Übungen. Mit einem strahlenden Lächeln zeigte das Nachwuchstalent sportliche Höchstleistungen. Einen Abstecher in die griechische Antike absolvierte die Juniorengarde. Was passiert, wenn man die Büchse der Pandora öffnet, machte der farbenprächtige und bildgewaltige Beitrag der Mädchen im Alter zwischen zehn und 15 Jahren eindrucksvoll deutlich. Nach dem offiziellen Programm kehrten die Frauen von ihrer Reise in die Vergangenheit noch lang nicht zurück. Alleinunterhalter Peter Schneider sorgte in der Stadthalle dafür, dass die Lustbarkeiten so schnell kein Ende nahmen. feu