Tauberbischofsheim

Richard-Trunk-Musikschule Einzelstunden sind seit Montag wieder möglich / Freude über ein „Gefühl der Normalität / Bläser müssen noch warten

Unterricht läuft nach Corona-Zwangspause wieder an

Tauberbischofsheim.Nach der Corona-Zwangspause wird an der Richard-Trunk-Musikschule in Tauberbischofsheim seit Montag wieder Einzelunterricht erteilt.

Schüler an Blasinstrumenten müssen noch warten und auch der Unterricht in Gruppen ist noch nicht möglich. „Die meisten Schüler sind gekommen“, freut sich der stellvertretende Musikschulleiter Christoph Lewandowski. Manche Schüler hätten das Angebot aber nicht wahrnehmen können, weil sie oder ihre Familienangehörigen beispielsweise zur Risikogruppe gehören.

Bevor es los gehen konnte, mussten Lehrkräfte, Schüler sowie deren Eltern informiert werden. Die Räume in der Vitryallee wurden vorbereitet und Hinweise zu den erforderlichen Hygiene- und Verhaltensregeln angebracht.

Seit Montag werden nun die Räume von Streichern, Gitarristen, Schlagzeugern und Klavierspielern wieder zum Klingen gebracht. Vorerst gibt es nur Einzelunterricht an Schlag-, Streich-, Zupf- und Tasteninstrumenten. Bläser hingegen müssen wegen der erhöhten Aerosolkonzentration in der Luft noch warten.

Die Rahmenbedingungen der Öffnung regelt das Kultusministerium per Verordnung vom 5. Mai. An der Richard-Trunk-Musikschule werden knapp 400 Schüler von 26 Lehrern unterrichtet. Knapp die Hälfte der Schüler kann nun wieder live am Unterricht teilnehmen.

Die Schulleitung empfiehlt ihnen Händewaschen vor und nach dem Unterricht und es besteht Maskenpflicht im Flur.

Wie in den bereits geöffneten weiterbildenden Schulen, werden die Lehrer für regelmäßiges Lüften der Räume und die Abstandsmarkierungen auf dem Boden für das Einhalten des Sicherheitsabstands sorgen.

„Wir hoffen auf eine baldige weitere Lockerung“, sagt Lewandowski, der seit 15 Jahren Blasinstrumente an der Richard-Trunk-Musikschule unterrichtet. Der Online-Unterricht, den es die ganze Zeit über gab, wird also noch eine Zeit lang fortgeführt. Die Stadtverwaltung hat nun die Voraussetzungen geschaffen, dass dieser aus den Musikschulräumen erteilt werden kann. „Wir bekommen einen Hot-Spot und die notwendige Hardware. Bisher haben die Lehrer das von ihren Heimarbeitsplätzen aus gemacht. 90 Prozent unserer Schüler konnten wir so erreichen.“

„Die Krise haben wir bisher gut überstanden und gemeistert“, resümiert Lewandowski und hofft, dass auch der Gruppenunterricht bald wieder stattfinden kann. Der Unterricht der Früherziehungsgruppe könne vor den Sommerferien voraussichtlich nicht mehr stattfinden. Die Vorschulkinder bekämen momentan Videobotschaften. „Digitale Erfahrungen sind wertvoll. Sie ersetzen aber nicht den persönlichen Kontakt, der für uns alle auch ein Gefühl der Normalität vermittelt.“