Tauberbischofsheim

Ehrentag Lydia Kungl begeht ihren 90. Geburtstag / Schon immer ein Sportfan

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Distelhausen.Einen besonderen Ehrentag begeht Lydia Kungl aus Distelhausen an diesem Samstag: Sie feiert ihren 90. Geburtstag.

„Lydl“, wie sie in Distelhausen genannt wird, wurde am 2. November 1929 als zweites Kind von Leo und Rosine Knüttel geboren. Nach dem Besuch der Grund- und Volksschule wollte Lydia Kungl eigentlich Schneiderin werden. Doch ihr Berufswunsch zerschlug sich, da ihre Eltern wünschten, dass sie daheim bleibt und in der kleinen Landwirtschaft mitarbeitet. Bei verschiedenen Lehrgängen bildete sie sich im Nähen fort, was auch eines ihrer Hobbys blieb.

Bei der Doppelhochzeit ihrer Cousinen in Neckarelz lernte sie ihren späteren Mann Paul kennen und lieben. Am 23. Mai 1953 läuteten schließlich in Distelhausen die Hochzeitsglocken für das junge Paar. Aus der glücklichen Ehe gingen die drei Kinder Wilfried, Roswitha und Bernhard hervor.

1959 zog die Familie in das Haus der beiden Tanten Marie und Rosa in Distelhausen. Mit großem Fleiß und viel Arbeit baute sich das Paar eine Existenz auf. Während Paul Kungl bei den Vereinigten Spezialmöbelfabriken in Tauberbischofsheim als Schlosser tätig war, übernahm Lydia Kungl die Erziehung der Kinder.

Schon immer war „Lydl“ ein großer Sportfan. So trat sie bereits 1950 in den SV Distelhausen ein und ist ihm bis heute treu geblieben. Über mehrere Jahrzehnte engagierte sie sich gemeinsamen mit weiteren Frauen ehrenamtlich als Köchin im SVD-Sportheim. Durch ihre stets freundliche Art und ihre soziale Einstellung ist die Jubilarin sehr beliebt und genießt viel Ansehen.

Gerne erinnert sich Lydia Kungl an die verschiedenen Urlaubsaufenthalte. Anfangs ging es mit dem Zelt ins Allgäu oder an den Kalterer See in Südtirol. Später folgten Ferien in Hotels im ehemaligen Jugoslawien, in Ägypten, Griechenland, der Türkei und auch zweimal in Sri Lanka.

Neben aller Freude am Leben musste Lydia Kungl aber auch schwere Schicksalsschläge bewältigen, als ihr Mann Paul im Alter von 63 Jahren und ihr Sohn Wilfried kurz vor seinem 47. Geburtstag plötzlich starben.

Doch die Familie stand immer zusammen, und mit Unterstützung der Kinder Roswitha und Bernhard verbringt Lydia Kungl ihren Lebensabend im Haus ihres Sohnes Bernhard.

Dabei ist die Jubilarin immer noch sehr interessiert, was sich in der Welt und Region ereignet. So gehört „das Zeitungslesen zum Ersten, was ich morgens mache. Die Zeitung brauche ich jeden Tag – mehr als das Frühstück“, erzählt die treue FN-Leserin.

Das Geburtstagstagsfest begeht „Lydl“ im Kreis der Familie und Verwandten. Zum Ehrentag gratulieren neben den Kindern und ihren Familien ebenso fünf Enkel und drei Urenkel.

Den sicherlich weiteren zahlreichen Glückwünschen schließen sich auch die Fränkischen Nachrichten gerne an. ber