Tauberbischofsheim

Bio-Streuobstwiesenverein Tauberbischofsheim ist nun Mitglied / Nachhaltiges Naturschutzprojekt / Sorten werden bestimmt

Stadt sendet mit Beitritt wichtiges Signal

Archivartikel

Die Stadt Tauberbischofsheim ist nun Mitglied im Tauberländer Bio-Streuobstwiesenverein geworden.

Tauberbischofsheim. Bereits im August unterzeichnete Bürgermeisterin Schmidt den Mitgliedsantrag für die Stadt Tauberbischofsheim im Tauberländer Bio-Streuobstwiesenverein und ließ sich die erste Apfelernte nicht entgehen, die auf den städtischen Wiesen entlang der Tauber bei Dittigheim stattfand.

Die Grundstücke werden von der Stadt Tauberbischofsheim an den Verein verpachtet, der künftig die Pflege in Form von Baumschnitt, Mahd und Ernte der Äpfel übernehmen wird.

Pflege wertvoller Apfelbäume

Das Ziel des Vereins ist der Erhalt der Kulturlandschaft Streuobstwiese, die für das Taubertal typisch ist. Durch die Überalterung vieler Baumstückbesitzer geht viel Wissen um den Baumschnitt verloren, und immer mehr Streuobstwiesen verwahrlosen.

Die Vereinsmitglieder besuchen nun regelmäßig Baumschnittkurse und versuchen die wertvollen Apfelbäume mit teilweise alten und für die Region typischen Sorten zu erhalten und zu pflegen.

Wer ein Grundstück verpachten möchte, kann sich an den Verein wenden, der dann sogar die Bio-Zertifizierung übernimmt.

Letztere ist für die städtischen Grundstücke bereits erfolgt. Tobias Hornung, stellvertretender Vorsitzender des Vereins, bedankte sich für das wichtige Signal, das die Stadt mit ihrem Beitritt für die positive Entwicklung der Biodiversität in der Region setzt.

Bereits 100 zusammenhängende Bio-Obstbäume sorgen für größte Biodiversität.

Für die Apfelernte haben sich Mitglieder des Vereins, Eltern der Waldkindergarten-Kinder und Mitglieder des Nabu zusammengetan, um etwa zwölf Tonnen Obst für die erste Apfelschorle zusammen zu tragen.

Den Saft in der Ein-Liter-Glasflasche kann man in Tauberbischofsheim beim Rewe-Markt und im E-Center erwerben.

Anette Schmidt lobte die Zusammenarbeit der Vereine bei diesem nachhaltigen Naturschutzprojekt. Nicht nur die Biodiversität werde gefördert, sondern es entstehe auch ein regionales und qualitativ hochwertiges Produkt.

Die Bürgermeisterin stellte in Aussicht, in ihrer Eigenschaft als stellvertretende Vorsitzende des Landschaftspflegeverbandes weitere Kooperationsoptionen beispielsweise mit dem Landratsamt zu prüfen.

Weitere Aktionen geplant

Nachhaltige Aktionen wie diese und auch der 2021 geplante Obstbaumwiesen-Lehrpfad an gleicher Stelle sollen sich positiv auf die Bewerbung des Main-Tauber-Kreises als Bio-Musterregion auswirken, so hoffen die Verantwortlichen.

Für den Lehrpfad sind bereits von Seiten des Vereins die ersten Schritte mit der Bestimmung der Sorten durch einen Pomologen in die Wege geleitet worden.

Die Stadt Tauberbischofsheim wird das Projekt durch die Stabsstelle Wirtschaftsförderung begleiten und bei einem entsprechenden Leader-Antrag des Vereins unterstützend mitwirken. stv