Tauberbischofsheim

„Bonanza-Steg“ in Tauberbischofsheim Brücke am Wörtplatz weist starke Beschädigungen auf / Stadtverband der Jungen Union zeigt sich besorgt / Förderzusage des Landes lässt auf sich warten

Stadt: Sanierung wird noch in diesem Herbst erfolgen

Tauberbischofsheim.„Seit Jahren wird in der Bevölkerung über den sich verschlechternden Zustand des Tauberstegs am Wörtplatz gesprochen, oft verbunden mit Mutmaßungen über eine sich andeutende Reparatur. Doch die Brücke bleibt unangetastet“, heißt es in einer Presseerklärung der Jungen Union Tauberbischofsheim.

„Der Zustand der Fußgängerbrücke besorgt uns. Viele Bretter sind nicht mehr ordnungsgemäß befestigt, Schrauben sind ausgebrochen und an manchen Stellen sind Beschädigungen selbst für Laien sichtbar. Der Steg, genutzt von Schulkindern, Arbeitnehmern, aber auch von Radtouristen und nicht zuletzt unseren Feuerwehrleuten, die zu zeitkritischen Einsätzen gerufen werden und die gegenüberliegende Uferseite zum Parken nutzen, gibt kein gutes Bild ab“, so der Stadtverbandsvorsitzende Ralph Kinzie.

Die Junge Union fordere die Stadtverwaltung sowie die entscheidenden Gremien daher zu schnellem Handeln auf. Ziel müsse es sein, notdürftige Reparaturarbeiten unmittelbar zu veranlassen, um die uneingeschränkte Verkehrssicherheit zu gewährleisten. In einem weiteren Schritt „sollte die Infrastrukturmaßnahme ,Sanierung Taubersteg‘ zwingend in den Haushalt aufgenommen werden. Die eingeschränkte Erreichbarkeit der weiterführenden Schulen kann so verhindert werden.“

Die Behebung dieser unschönen Situation liege im Interesse der gesamten Bevölkerung. Des Weiteren schlage er vor, so Kinzie, die Nutzung des Stegs mit Motorrollern zu unterbinden.

Sanierung bereits beschlossen

Wie die Fränkischen Nachrichten bereits am 14. Februar berichteten, ist die Generalsanierung des sogenannten „Bonanza-Stegs“ bereits beschlossene Sache. Der Technische Ausschuss stimmte den notwendigen Arbeiten mit einem Kostenvolumen in Höhe von rund 110 000 Euro zu.

Zum Zeitpunkt der Entscheidung war ebenfalls klar, dass die Maßnahme vom Regierungspräsidium Stuttgart mit 50 Prozent gefördert wird. Allerdings lag die förmliche Bewilligung noch nicht vor, so dass sich der Baubeginn verzögerte. Zuletzt hatte man die Hoffnung, die Arbeiten in den Sommerferien angehen zu können. Doch das notwendige Schreiben kam nicht.

Es gibt dennoch gute Nachrichten: Wie Tiefbauamtsleiter Zoltan Szlaninka den FN am Montag auf Nachfrage bestätigte, hat die Stadt zwischenzeitlich eine Unbedenklichkeitsbescheinigung zur Umsetzung der Maßnahme erhalten. Diese ermöglicht den Sanierungsbeginn, ohne die Förderung zu gefährden. „Die Aufträge an die ausführenden Firmen sind raus. Momentan wird das genaue Vorgehen abgestimmt. Die Arbeiten sollen möglichst im Oktober beginnen“, so Szlaninka. Selbstverständlich werde der Zustand des Stegs, an dessen Sanierungsbedürftigkeit es keinen Zweifel gebe, regelmäßig überprüft. Notfalls werde der Übergang gesperrt.

Nach der Prüfung verschiedener Sanierungsvarianten wurde bereits im Februar beschlossen, beim Belag des Stegs von Holz (wie bisher) auf glasfaserverstärkte Brückenplanken (GFK) mit einer rutschhemmenden Beschichtung zu wechseln.

Während der Arbeiten muss der „Bonanza-Steg“ komplett gesperrt werden. Bei der Stadt geht man davon aus, dass die Arbeiten binnen sechs bis sieben Wochen abgeschlossen sein werden.