Tauberbischofsheim

TSV Tauberbischofsheim Coronabedingte trainingsfreie Zeit sinnvoll genutzt / Gute Beteiligung (über 60 Prozent) der aktiven Abteilungsmitglieder bei Heimübungen

„Sportmentale Techniken“: Im Geist für den Kampf auf der Matte vorbereitet

Tauberbischofsheim.Gerade in dieser wettkampffreien Zeit ist es immer wichtiger, sich mit dem Thema „Sportmentale Techniken“ auseinanderzusetzen. Judo ist im Besonderen einer ständigen technischen und strukturellen Entwicklung unterworfen. Deshalb ist das Mentaltraining eine wichtige Ergänzung für Trainer und Sportler.

Bei einem sogenannten Multiplikatoren-Lehrgang in Karlsruhe mit Sportmentaltrainerin Gunda Haberbusch nahmen die Judoka viel Wissenswertes mit nach Hause. Aus diesem Grund hatte Judo-Kreisfachwart Joachim Fels alle TSV-Jugendtrainer und Assistenten zu einem Fortbildungswochenende von der Judo-Abteilung des TSV Tauberbischofsheim eingeladen. Durch die mittlerweile sehr lange trainingsfreie Zeit aufgrund der Corona-Pandemie und der ungewissen Zukunft, müssen vor allem im Leistungssport neue Wege eingeschlagen werden. Da seit dem 1. Juli Lockerungen auch für Zweikampf-Sportarten wie Judo vorgesehen sind, können die leistungsstarken Kämpfer aller Altersklassen gemäß den Hygienevorschriften wieder in ein Training einsteigen. Hierbei sind verschiedene Ziele aus mentalem Blickwinkel einzubeziehen.

Der innere Dialog

Zunächst soll sich jeder Kämpfer auf seinen ersten Wettkampf einstellen, um den nötigen Willen zu bekommen, auch erfolgreich von der Matte zu gehen. Ein weiteres Thema ist der innere Dialog. Athleten sollen motiviert werden durch ihre Körpersprache und -haltung. Auch soll die Bewegungsoptimierung durch Visualisierung gefördert werden, damit der Wettkämpfer wieder richtig in Schwung kommt. Für die Nachwuchsarbeit in der TSV Judo-Abteilung kommt derzeit ein weiteres großes Problem hinzu.

Die eigentliche Trainingsstätte, eine Schulsporthalle, konnte aufgrund Corona-Vorschriften für Schulen bis zu den Sommerferien nicht genutzt werden. Somit ist eine äußerst schwierige Aufgabenstellung für Abteilungsleitung und Trainer entstanden. In dieser Übergangszeit hatten die Judoka aber durch Einwirken des TSV-Vorstandes und ein Entgegenkommen des Besitzers des Sportparks Tauber und dessen Pächter El Osta die Möglichkeit, zumindest für die TSV Kaderathleten und Partner ein nach den Hygienevorschriften eingeschränktes Training durchzuführen.

Außerdem hat man versucht, die Mitglieder über Heim-Übungen am Ball zu halten. Immerhin haben über 60 Prozent der Aktiven an dieser Aktion teilgenommen – für die Verantwortlichen ein voller Erfolg. tsv