Tauberbischofsheim

Leserbrief Zu „Bundeswehr unterstützt Gesundheitsamt“ (FN, 22. Oktober)

„Sozialdienst statt Bußgeld verhängen“

Wie jeder aus der Presse entnehmen kann, steigt die Zahl der Corina-Infizierten auf Rekordniveau. Deutlich erkennbar ist, dass zu viele Menschen in Deutschland trotz eines gigantischen Aufklärungsakts der Gesundheitsämter und der Regierungssprecher, die AHA-Regelungen nicht einhalten und die Freiheitsrechte, insbesondere das Recht auf Gesundheit der anderen, (vorsätzlich?) missachten. Das Gesundheitsamt ist am Limit seiner Leistungsfähigkeit und wird jetzt von Bürgern in Uniform (Soldaten) personell unterstützt, um den Coronavirus-Weg der Infizierten zurück zu verfolgen – zwecks Eindämmung weiterer Ansteckungsgefahr.

Dass diese registrierten Corona-Infizieren jetzt nachträglich verpflichtet werden, ein Bußgeld von 50 bis 150 Euro zu zahlen, sind Peanuts gegenüber den Kosten der Zurückverfolgung durch die Gesundheitsämter mit Unterstützung der jeweiligen Landratsämter und den Bundeswehrsoldaten. Die nicht die AHA-Regeln beachtenden registrierten Corona-Infizierten sollten mit 50 bis 100 Stunden Sozialdienst beim jeweiligen Gesundheitsamt verpflichtet werden, was angemessener als das Bußgeld wäre.

Ich hoffe, dass die Sozialgerichte die Bußgeld-Regelung kippen und Sozialdienst im Rahmen der Corona-Pandemie verhängen.