Tauberbischofsheim

Sturmtief „Sabine“ Region kommt glimpflich davon

„Sicherheit geht vor“

Odenwald-Tauber.Sturm „Sabine“ sorgte im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Heilbronn für rund 130 Einsätze. Auf der A 81 auf der Jagsttalbrücke kippte am Morgen in Richtung Heilbronn ein Lkw um, nachdem er von einer Sturmböe erfasst worden war. Der Main-Tauber-Kreis blieb relativ verschont.

In Unterwittighausen wurden Ziegel an der Kirche beschädigt – es klafft ein Loch im Dach, so Bürgermeister Marcus Wessels. In Königheim entdeckte Bürgermeister Ludger Krug am Gemeindeverbindungsweg in Richtung Külsheim einen umgestürzten Baum. Um ihn und weitere Aufräumarbeiten kümmerte sich der Külsheimer Bauhofs. Dass mancher angesichts der Warnungen vor dem Orkan sehr beunruhigt war, zeigt ein Anruf beim Külsheimer Stadtkommandant Heiko Wolpert: Ein Bürger bat zur Sicherung seines Grundstücks um Sandsäcke.

Von größeren Schäden verschont blieb man auch in Grünsfeld. Bauzäune am Campus wurden umgeworfen. Einige Bäume an der Zufahrt zum Parkplatz der A 81 haben dem Sturm dennoch nicht getrotzt. Sie mussten vom Bauhof entfernt werden, wie Bürgermeister Joachim Markert erklärte. Die Straße wurde gesperrt. Umgestürzte Bäume gab es auch in Großrinderfeld. „Weil aber keine Straßen blockiert sind, wird die Beseitigung erst nach Ende des Sturms beginnen“, so Franz-Josef Stang vom Bauhof. Auch in Ahorn und Boxberg gab es zum Glück keine nennenswerten Vorfälle.

Zuverlässige Zusteller

Zeitungszusteller sind sprichwörtlich mit allen Wassern gewaschen. Unwetter wie das Sturmtief „Sabine“ gehören bei ihnen einfach dazu, auch wenn sie gerne darauf verzichten würden. Und dennoch stellt jedes Glatteis, jeder Orkan wieder eine neue Herausforderung dar – nicht allein für die Zusteller, sondern auch für die Gebietsleiter der Fränkischen Presse Vertriebs GmbH.

Geschäftsführerin Manuela Hofmann weiß, dass sie sich auch in Extremsituationen auf ihre Mannschaft verlassen kann: „Unsere Gebietsleiter waren die ganze Nacht über für die Austräger erreichbar und sprangen sogar selbst mit ein, wenn Not am Mann war. Sie lieferten Zeitungen nach und trugen sogar selbst mit aus. Wir haben wirklich alles versucht, damit unsere Leser trotz Orkan ihre FN bekamen, wenn vielleicht hier und da nicht ganz so pünktlich wie sonst.“

Die Leser, die ihre Zeitung nicht zu gewohnter Zeit im Briefkasten vorfanden und deshalb bei der Fränkischen Presse reklamierten, hatten größtenteils Verständnis für die Gründe. Schließlich war „Sabine“ schuld und nicht etwa der Austräger. Manuela Hofmann ist dankbar, dass niemandem etwas passiert ist, und sie stellt klar: „Die Sicherheit unserer Zusteller geht stets vor.“ red