Tauberbischofsheim

Fridays for Future Erstmals findet eine Demonstration am Freitag, 20. September, um 11 Uhr in Tauberbischofsheim statt / Am Schlossplatz geht’s los / Erwachsene dürfen sich gerne anschließen

Schüler gehen für das Klima auf die Straße

Eine „Fridays for Future“-Demonstration findet am Freitag, 20. September, um 11 Uhr in Tauberbischofsheim statt. Die Schüler hoffen, dass sich ihnen auch viele Erwachsene anschließen werden.

Tauberbischofsheim. Es hat ein wenig gedauert, aber nun ist die Schüler-Protest-Welle „Fridays for Future“ auch nach Tauberbischofsheim übergeschwappt. Unter dem Motto „#AllesFürsKlima“ finden am Freitag, 20. September, internationale Klimademonstrationen statt. Erstmals mit dabei: Die „Fridays for Future“-Ortsgruppe Tauberbischofsheim. Und so wird die Kreisstadt am 20. September um 11 Uhr ebenfalls Schauplatz eines Protestzugs mit anschließender Kundgebung sein.

Die Wegstrecke

„Wir wollen auf dem Schlossplatz starten, dann an der Grundschule am Schloss vorbei durch die Fußgängerzone komplett hindurch über die Feuerwehrzufahrt zum Wörtplatz laufen“, beschreibt Sophie Schneider von der „Friday for Future“-Ortsgruppe Tauberbischofsheim die Wegstrecke der Demo im Gespräch mit den FN. „Eine Kundgebung auf dem Marktplatz wäre wegen des grünen Markts schwierig gewesen.“ Auf dem Wörtplatz wird es einige Reden sowie Musik von Nils Villmann und Roman Stolzenberger geben.

Die Vorbereitungen laufen derzeit auf Hochtouren. Denn die rund 20 Klima-Aktivisten der Ortsgruppe haben ein Anliegen.

„Klimapolitik geht alle an, deshalb wäre es schön, wenn sich auch Erwachsene jeden Alters und Geschlechts, sozusagen von 20 bis 80, uns anschließen und mit uns demonstrieren würden“, betont Schneider. „Da mehr Menschen mehr bewegen können, brauchen wir jede Unterstützung. Deshalb sind Mitglieder der Ortsgruppe derzeit auch bei Firmen unterwegs, um für das Thema zu sensibilisieren.

Sie fragen nach, ob die Mitarbeiter nicht etwa ihre Mittagspause verlegen oder reinfach die zwei Stunden ausstempeln oder Überstunden abbauen könnten.

Schneider: „Unser Ziel ist es, alle auf die Straße zu holen.“ Der Klimawandel sei ein Generationenproblem, deshalb müsse man gemeinsam handeln.

Aber auch das sei nur der erste Schritt. Die Ortsgruppe will unter dem Motto „Think global – act local“ auch darauf hinweisen, was man im Kleinen, etwa in Privathaushalten, Kommunen oder Firmen, für den Klimaschutz tun kann.

So ist die „Fridays for Future“-Demo nur ein Teil der Aktivitäten. Sie soll, wie auch andere Aktionen, die Aufmerksamkeit des Klimakabinetts während ihrer Tagung erregen, damit eine gerechtere Klimapolitik umgesetzt wird.

So wird auch die Ortsgruppe Tauberbischofsheim an der sich anschließenden „#week4climate“ teilnehmen.

„Wir haben einige Dinge geplant, auch am Nachmittag“, sagt Sophie Schneider. „Wir sind nämlich, auch wenn es uns nachgesagt wird, keine Schulschwänzer, sondern haben ein ernstes Anliegen, dem wir Nachdruck verleihen wollen.“

Die Tauberbischofsheimer Schüler sehen, wie ihre Mitstreiter in anderen Kommunen auch, die Klimakrise als eine reale Bedrohung für die menschliche Zivilisation und deren Bewältigung als Hauptaufgabe des 21. Jahrhunderts.

Mit ihrer Protestwelle wollen sie die Politiker auffordern, dieser Aufgabe endlich gerecht zu werden. „Unser Ziel ist es, gemeinsam eine nachhaltige Region zu schaffen“, lautet das Credo der Ortsgruppe. Kurzum: Lokal handeln, global denken.