Tauberbischofsheim

Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum Strukturell bedeutsame Investitionen in Höhe von mehr als 105 Millionen Euro geplant / Knapp 600 000 Euro für den Landkreis

Reinhart: „Für das Land ist klar, dass hier schnelle Hilfen nötig sind“

Archivartikel

Main-Tauber-Kreis/Stuttgart.Die Corona-Pandemie stellt die Unternehmen, ebenso wie die Gastronomie in der Region vor große Herausforderungen.

„Für das Land ist klar, dass hier schnelle Hilfen nötig sind. Deshalb wird es in diesem Jahr im Entwicklungsprogramm Ländlichen Raum (ELR) zum ersten Mal eine unterjährige Programmentscheidung geben. Trotz der Krise wurden erfreulicherweise eine Vielzahl an Projekten im Rahmen der Sonderausschreibung eingereicht. Das zeigt, dass unsere Entscheidung richtig war“, so der örtliche Landtagsabgeordnete und CDU-Fraktionsvorsitzende Professor Dr. Wolfgang Reinhart.

Aus den Aufnahmeanträgen von 248 Gemeinden sei eine Programmentscheidung mit einem Fördervolumen von 15,8 Millionen Euro entstanden, sagte Reinhart zum Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum und der Präsentation der unterjährig zur Förderung ausgewählten Projekte am Montag in Stuttgart.

Zahlreiche Maßnahmen der Landesregierung zielten derzeit darauf ab, den Unternehmen und Bürgern in der durch die Corona-Pandemie erschwerten Lage kurzfristig zu helfen. Dass parallel dazu aber auch nachhaltige, strukturverbessernde Maßnahmen geplant werden, zeige die hohe Nachfrage nach Fördermitteln im ELR.

Klare Gewichtungen

Im Gegensatz zu den Ausschreibungen für die Jahresprogramme des ELR gab es in der Sonderausschreibung klare inhaltliche Gewichtungen.

„Entsprechend der Ausschreibung, wurden die eingegangenen Aufnahmeanträge gesichtet und priorisiert. Alle qualifizierten Projekte für Dorfgaststätten und Maßnahmen der Grundversorgung wie zum Beispiel Bäcker, Metzger, Dorfläden und Arztpraxen wurden berücksichtigt“, so Reinhart in einer Pressemitteilung.

78 Vorhaben aufgenommen

Und weiter: „So konnten nun beispielsweise 78 gastronomische Vorhaben mit rund 6,4 Millionen Euro Fördersumme innerhalb der ‚Sonderlinie Dorfgastronomie‘ sowie weitere 31 Projekte zur Stärkung der lokalen Grundversorgung mit rund 3,5 Millionen in die Förderung aufgenommen werden. Auch die Maßnahmen, die der Schaffung von Barrierefreiheit in öffentlichen Bereichen dienen, wurden alle berücksichtigt. Aus den anderen Förderschwerpunkten konnten zusätzlich weitere, besonders dringliche und strukturell bedeutsame Projekte aufgenommen werden“, betonte Reinhart.

„Wichtige investive Mittel“

Insgesamt fließen im Rahmen der Entscheidung über die Sonderausschreibung Dorfgasthäuser /Grundversorgung rund 600 000 Euro in den Landkreis Main-Tauber. „Das sind wichtige investive Mittel für unsere Heimat“, betont der Landtagsabgeordnete.

Nach Edelfingen fließen dabei 200 000 Euro für den Bereich Grundversorgung, nach Pülfringen 50 000 Euro für Innenentwicklung/Wohnen, nach Lauda-Königshofen/Beckstein werden 128 390 Euro an Mitteln für Arbeiten fließen.

Weitere 189 600 Euro sind für Weikersheim-Haagen für den Bereich Innenentwicklung/Wohnen vorgesehen. Auch nach Nassig gehen 9030 Euro für Grundversorgung und nach Sonderriet 12 960 Euro für Gemeinschaftseinrichtungen.

Unabhängig von der Bekanntgabe dieser Programmentscheidung gilt: Für weitere Projekte von Unternehmen können noch bis Ende August Aufnahmeanträge gestellt werden – es wird monatlich eine Entscheidung über die Aufnahme in die Förderung geben.

„Mit den an die aktuelle Situation angepassten Maßnahmen trägt das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum dazu bei, auch in schwierigen Zeiten effiziente Strukturhilfe zu leisten“, sagte Reinhart.

Der Ländliche Raum in Baden-Württemberg solle seine in der Fläche beeindruckende wirtschaftliche Stärke beibehalten. „Dieses Ziel bleibt trotz der Corona-Pandemie bestehen. Ich bin überzeugt davon, dass die nun aufgenommenen Projekte dazu einen Beitrag leisten werden“, so Wolfgang Reinhart abschließend. pm