Tauberbischofsheim

Architektur und Kunst Zehn Jahre Bürogalerie des Architekten Klaus Schreiner / Künstlerin strotzt vor Kreativität und Neugierde

Regina Pöhland ist vom Malen regelrecht infiziert

Archivartikel

Tauberbischofsheim.Gedeckte Farben, mehrteilige und großformatige Werke und zurückhaltende ruhige Bildmotive der Künstlerin Regina Pöhland aus Wertheim sind zurzeit in der 20. Ausstellung der Bürogalerie „Architektur und Kunst“ in den Räumen des Architekturbüros Klaus Schreiner in Tauberbischofsheim ausgestellt.

Die Vernissage der Ausstellung „Regina Pöhland 2.0“ besuchten wieder zahlreiche geladene Gäste auf dem Laurentiusberg in Tauberbischofsheim. Architekt Klaus Schreiner freute sich, mit der aktuellen Vernissage ein Jubiläum mit zehn Jahren Bürogalerie „Architektur & Kunst“ feien zu können. Seit der ersten Vernissage am 26. September 2009 wurden stetig interessante Künstler und Künstlerinnen für nun 20 Ausstellungen begeistert. „Es macht mich stolz, dass wir mit unserer Bürogalerie so viele Künstler und Gäste hier zu Gast hatten“ so Klaus Schreiner in seiner Begrüßung.

„Architektur und Kunst“ wecke noch immer das Interesse von kunstbegeisterten Besuchern und die Kunst ist in den Räumen des Architekturbüros ein kreativer Bestandteil der eigenen Büro- und Arbeitswelt.

Mit gefühlvoller Stimme und einfühlsamen Gitarrenspiel begeisterte das Duo „This“ mit der Sängerin Lika und dem Gitarristen Rico Stoermer die Besucher und sorgte für eine angenehme Atmosphäre mit Einstimmung auf die ausgestellten Kunstwerke.

Die Verbindung von Architektur und Kunst inspiriere, rege die Gedanken an und führe damit zum Dialog, so Klaus Schreiner weiter. Durch die Kunstausstellungen werde den Künstlern ein für die Bevölkerung offenes, zugängliches Kunstforum angeboten. „Wir freuen uns, wenn sich interessierte Künstler und Künstlerinnen für zukünftige Ausstellungen bei uns im Büro melden“, so Schreiner.

Nach dem Ausblick auf aktuelle und anstehende Planungsaufgaben und Rückblick auf bisherige Architektur-Projekte stellte Silke Stoermer die Künstlerin Regina Pöhland auf ihre persönliche Weise vor.

Regina Pöhland begann zu malen, weil niemand ihren Worten Glauben schenken mochte. „Wo Worte fehlen, nehmen ihre Bilder Form und Sprache an“. Mit diesem Zitat der Künstlerin nahm Silke Stoermer die Gäste auf eine kleine Zeit- und Kunstreise mit. Als Spätberufene traf Regina Pöhland 2004 über einen Malkurs ihres damals fünfjährigen Sohn auf die Kunst und begann sich unsterblich in die Malerei zu verlieben.

Nach zahlreichen Vernissagen und Kunstprojekten mit dem Kunstverein Tauberbischofsheim war Regina Pöhland regelrecht vom Malen infiziert. Das Malen nahm einen großen Platz in ihrem Leben ein und sie war nicht mehr aufzuhalten.

Die Kreativität und Neugierde der Künstlerin lässt sie alles, was sie im Alltag in die Finger bekommt, magisch auf ihren Leinwänden verschwinden – Lakritzschnecken, Häkeldeckchen, Schokoladenpapier, Asche, Rost, Glassplitter und selbst auf dem Bauhof wird Regina Pöhland fündig.

Regina Pöhland verarbeitete nachhaltig splittrige Glasscherben auf satt-pastöser Ölfarbe und durch ihre berufliche Arbeit in der Apotheke experimentierte sie an spektakulären Oberflächen indem sie das poröse Blühen chemischer Substanzen auf angeätzter Leinwand erscheinen lässt. Diese Bilder ziehen den Betrachter mit ihrer Klarheit und Eleganz magisch an.

Mit der Eröffnung ihres Galerieateliers „authenticArt“ in der Eichelgasse in der Altstadt Wertheims erfüllte sich Regina Pöhland 2017 ihren Lebenstraum und arbeitet seitdem sieben Tage in der Woche in ihrem Galerieatelier, Sonntags gibt die Künstlerin obendrein noch Malkurse.

Aktuell malt Regina Pöhland mit 20 Kindern deren Weihnachtswünsche auf Leinwand. Im letzten Jahr malte sie mit 40 Kindern „ Ihr Wertheim“, die Ergebnisse kann man in einem anschließend aufgelegten Kunstkalender betrachten.

Die einzige Konstante in der Kunst von Regina Pöhland ist, dass sie sich ständig verändert und es ist ihr eine Herzensangelegenheit, Menschen mit ihrer großen Leidenschaft, der Malerei, zu helfen. Die ausgestellten, käuflichen Exponate mit ihren verschiedenen Motiven, Farben und Techniken sowie handbemalte Weihnachtskugeln in verschiedenen Größen warten nun auf die Besucher.

Die Ausstellung kann ab sofort bis Mai 2020 täglich von Montag bis Donnerstag während ab 7.30 Uhr bis 16.30 Uhr und Freitag von 7.30 Uhr bis 14 Uhr oder nach Voranmeldung im Architekturbüro Klaus Schreiner, Adam-Ries-Straße 1, auf dem Laurentiusberg besichtigt werden. abs