Tauberbischofsheim

Amtsgericht Gewerbsmäßiger schwerer Betrug

Prozess am 16. November

Archivartikel

Main-Tauber-Kreis.Ein 27 Jahre alter Mann aus dem Main-Tauber-Kreis muss sich am Montag, 16. November, vor dem Amtsgericht Tauberbischofsheim verantworten. Die Staatsanwaltschaft Mosbach hat Anklage erhoben und wirft ihm schwereren gewerbsmäßigen Betrug in neun Fällen vor, wobei ein Schaden von 16 000 Euro entstanden sein soll.

Der Angeklagte war/ist Geschäftsführer mehrerer Firmen, die Onlinehandel betreiben und auch in der Kreisstadt einen Sitz hatten. Unter anderem hatte er sich auf den Vertrieb von Erotik-Equipment konzentriert, darunter lebensgroße „Liebespuppen“, so genannte „Real Dolls“, für die auch verschiedene Perücken erworben werden können. Seine Kunden kamen aus dem gesamten Bundesgebiet.

Miete nicht bezahlt

Der Mann aus dem Main-Tauber-Kreis hatte die Räumlichkeiten in der Kreisstadt eigentlich ursprünglich noch bis 2021 gepachtet. Nachdem jedoch über mehrere Monate hinweg keine Miete mehr überwiesen worden war, hatte sich der Eigentümer entschlossen, das Mietverhältnis sofort zu beenden.

Wie die Staatsanwaltschaft Mosbach den Fränkischen Nachrichten bereits Anfang des Jahres bestätigt hatte, habe der 27-Jährige in einem Fall eine bereits bezahlte Druckpatrone nicht ausgeliefert, in den anderen acht Fällen sei es um besagte „Liebespuppen“ gegangen, die ebenfalls nicht beim Käufer eingetroffen seien, obwohl die Rechnung bereits beglichen war. Eine Puppe soll demzufolge einen Wert von 5000 Euro gehabt haben.