Tauberbischofsheim

Aktion für Angehörige und Bevölkerung Banner mit der Aufschrift „Wir sind für euch da . . . Bitte bleibt daheim“ hängt an der Fassade des Adam-Rauscher-Hauses

Mitarbeiter senden mutmachende Botschaft

Tauberbischofsheim.Die Corona-Verordnungen sind vor allem auch für Bewohner von Pflegeheimen eine harte Bewährungsprobe. Der Fakt, dass diese Personengruppe zur Risikogruppe gehört, sorgt bei manchen für Beunruhigung. Seit mehr als einer Woche können diese Menschen zudem nicht mehr von ihren Angehörigen besucht werden.

Die Mitarbeiter des Adam-Rauscher-Hauses setzen in dieser herausfordernden Situation ein mutmachendes Signal nach außen. Am Dienstagmittag hängten sie ein mehrere Meter langes Banner mit der Aufschrift „Wir sind für euch da . . . Bitte bleibt daheim“ an der Fassade des Pflegeheims auf und versammelten sich gemeinsam davor. Die Botschaft hat gleich mehrere Adressaten, erklärt Hausdirektorin Nadine Veit. „Wir wollen mit der Aktion auf uns aufmerksam machen und so den Kontakt zu den Angehörigen aufrechterhalten.“

Das Pflegeteam möchte mit dem Plakat aber auch deutlich machen, wie wichtig es ist, dass sich die gesamte Bevölkerung an die Regeln hält. „Dann ist es auch einfacher für unsere Mitarbeiter sich im öffentlichen Raum zu bewegen.“ Denn: Die Sorge bei der Arbeit einen Bewohner anzustecken, sei natürlich da.

Meldungen wie die aus Würzburg, wo mehrere Bewohner eines Seniorenheims nach einer Corona-Erkrankung starben, würden die Mitarbeiter schon beunruhigen. „Sie sogen aber auch dafür, dass wir noch mehr aufpassen und noch konzentrierter sind“, betont Veit. „Wir versuchen unsere Energie in die Arbeit zu legen und uns nicht so viel mit neuen Nachrichten aus den Medien zu beschäftigen.“

Das Adam-Rauscher-Haus soll gut auf neue Veränderungen der Situation vorbereitet sein. „Wir bündeln unsere Ressourcen, schicken auch mal Leute heim, damit sie sich ausruhen können. Dafür übernehmen wir als Leiter praktische Dinge.“ Außerdem werde darauf geachtet, dass die Mitarbeiter in gleichen Gruppen zusammen arbeiten.

Unter den Bewohnern herrsche trotz allem eine „gute Stimmung“, so Veit. „Sie werden umfassend informiert. Wir aktivieren sie aber auch und bringen Abwechslung rein“, so die Hausdirektorin. In WhatsApp-Videoanrufen werde Kontakt zu Familie und Freunden gehalten. Das Herz auf dem Banner symbolisiere, dass die Pfleger mit Herzblut an die Geschichte herangehen. „Auch wenn die Angehörigen nicht kommen können, sollen sie wissen, dass sie keine Angst haben müssen. Sie können uns vertrauen“, sagt Veit.