Tauberbischofsheim

„Kluge Köpfe aus der Region“ Tauberbischofsheimerin Iris Weidinger ist im Vorstand der European Energy Exchange in Leipzig aktiv / Am 12. März in der Kreisstadt zu Gast

Mit viel Energie an der Börse

Die European Energy Exchange AG in Leipzig handelt den Deutschen Strom. Iris Weidinger sitzt dort im Vorstand. Am 12. März ist sie nächster hochkarätiger Gast der FN-Reihe „Kluge Köpfe aus der Region“.

Tauberbischofsheim. Iris Weidinger, Jahrgang 1966, ist in Bruchsal geboren. Ihre Wurzeln hat sie allerdings in Tauberbischofsheim. Sie ist eine geborene Dobmeier – und die Schwester der früheren deutschen Top-Florettfechterin Annette Dobmeier.

Seit August 2008 ist die 53-Jährige Mitglied des Vorstandes der European Energy Exchance AG (EEX) und verantwortet in ihrer Funktion als Chief Financial Officier die Bereiche Finanzen, Controlling und Personal für den Konzern, eine Tochter der Deutschen Börse in der Mainmetropole Frankfurt.

Als erste Frau zu Gast

In dieser Eigenschaft ist Iris Weidinger am Donnerstag, 12. März, um 19.30 Uhr als erste Frau zu Gast in der Emil-Beck-Halle in der Pestalozziallee. Dort steigt die bereits achte Auflage der Reihe „Kluge Köpfe aus der Region“, in der Zwischenzeit längst ein Aushängeschild der Fränkischen Nachrichten.

„Wir sind inzwischen ein globales Unternehmen, das international unterwegs ist, aber Leipzig ist unsere Heimat“, wird die Finanz-Managerin des sächsischen Unternehmens zitiert. Die EEX-Gruppe beschäftigt rund 600 Mitarbeiter, darunter fast die Hälfte am Standort Leipzig. Sie hat mittlerweile Niederlassungen in 17 Ländern. Die EEX AG erwirtschaftete 2018 einen Umsatz von knapp 270 Millionen Euro, wobei der Überschuss mehr als 66 Millionen Euro betrug.

Die EEX ist ein Marktplatz für Energie und energienahe Produkte und Teil der EEX-Gruppe. Sie ist eine öffentlich-rechtliche Institution und untersteht dem deutschen Börsengesetz. An der EEX werden Erdgas, CO2-Emissionsrechte Emissionsberechtigungen, Frachtprodukte, Metalle, Agrarprodukte und darüber hinaus der Deutschen Strom gehandelt. Deswegen wird im Volksmund auch von der Leipziger Strombörse gesprochen.

Schleichendes Ende der Atomkraft, permanente Diskussionen um den Kohlestrom, erneuerbare Energien, Südlink, steigende Kosten für die Verbraucher – das Thema Strom beschäftigt die Deutschen mehr denn je und ist derzeit in aller Munde. Wohin führt der Weg? Diese und viele andere Themen können an diesem Abend zur Sprache kommen. Mit Iris Weidinger kommt am 12. März eine erfahrene Expertin auf diesem Gebiet in die Kreisstadt.

Bei ihrem „Heimspiel“ wird die 53-Jährige unter dem Motto „Deutsche Strombörse – Bündelung von Angebot und Nachfrage“ einen Blick hinter deren Kulissen werfen und den Besuchern in der Emil-Beck-Halle mit verständlichen Worten deren Abläufe und Aufgaben nahebringen.

Denn viele werden wohl schon mal von der Strombörse gehört haben, wissen aber wenig darüber, was sich dahinter genau verbirgt.

Eine Strombörse ist ein organisierter Markt für Strom, der, ähnlich wie eine Wertpapierbörse, funktioniert. Als Produkte werden dort zeitlich abgegrenzte Mengen an Strom gehandelt.

Der Vorteil des Stromhandels an der Börse ist die Bündelung von Angebot und Nachfrage, wodurch eine hohe Liquidität erreicht werden kann. Standardisierte Produkte ermöglichen einen geregelten Handel und schaffen einfache Vergleichsinstrumente, wodurch die Transaktionskosten sinken. Strom aus Österreich, Frankreich und Deutschland wird an der Strombörse EEX in Leipzig gehandelt.

Der Abend am Donnerstag, 12. März, wird, wie gewohnt, moderiert von FN-Redakteurin Heike von Brandenstein. Sie wird sich zunächst mit dem hochkarätigen Gast unterhalten, um ihm auch das eine oder andere Persönliche zu entlocken. Im Anschluss wird Iris Weidinger ihre Arbeit vorstellen und interessante Einblicke in die Arbeit der Strombörse in Leipzig geben. Abschließend hat das Publikum die Gelegenheit, sie mit Fragen zu löchern.