Tauberbischofsheim

Marsch von Stuttgart nach Berlin Barbara Hammer und Elena Gasanova sind auf dem Weg zu Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey

Mit Protest auf Kinderrechte aufmerksam machen

Tauberbischofsheim.Zwei Frauen sind derzeit zu Fuß und mit einem speziellen Fahrrad auf dem Weg nach Berlin. Nicht aus sportlichen Gründen sind Elena Gasanova aus Winnenden und Barbara Hammer aus Waldenburg unterwegs, sondern weil sie eine ganz spezielle Botschaft haben: Kinderrechte haben sie im Blick, und damit verbunden auch Elternrechte und das Wohl von Pflegekindern und Familien.

Was auf den ersten Blick völlig normal erscheint, hat einen ernsten Hintergrund: Erfahrungen mit Ämtern und Behörden, speziell mit Jugendamtsmitarbeitern und deren Entscheidungen, haben die beiden Frauen zusammengebracht. Und so entschieden sie sich, eine ganz spezielle Reise anzutreten und damit überall entlang der Strecke auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen.

Gestartet sind Elena Gasanova und Barbara Hammer am 3. Februar in Stuttgart. Am Freitagabend trafen sie auf dem Marktplatz in Tauberbischofsheim ein. Der zufällig anwesende Vater eines behinderten Kindes aus dem Hohenloheschen nutzte die Gelegenheit, den beiden Frauen ein Schreiben mitzugeben – eines von vielen, das die beiden bereits eingesammelt haben.

Überreichen wollen sie alles nach der Ankunft in Berlin an Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey. „Es wäre schön, wenn sie uns zum Gespräch hereinbittet, denn wir haben viel zu berichten“, sagt Barbara Hammer, die 25 Jahre lang Pflegemutter mehrerer Kinder war. Am Samstagmorgen ging es weiter in Richtung Würzburg. In Berlin ankommen wollen Gasanova und Hammer Ende Februar. hp