Tauberbischofsheim

Caritasverband im Tauberkreis Winterfeier zum 50-jährigen Bestehen der Erziehungs- und Beratungsstelle an der Stammberghütte

Märchenhaftes Fest zum runden Geburtstag

Ein Winterfest mit über 75 Besuchern an der Stadthütte bildete den Rahmen zum 50-jährigen Bestehen der Erziehungs- und Familienberatungsstelle des Caritasverbands im Tauberkreis.

Tauberbischofsheim. Geschichtenerzählerin Jutta Gromes aus Weikersheim entführte die Besucher in die Welt der Wintermärchen. „Ich habe mein Kind selten so konzentriert zuhörend erlebt“, so eine Mutter beim Winterfest.

„Ihr seid heute die wichtigsten Personen“, sagte Beate Maier, Bereichsleitung Beraten des Caritasverbandes, bei ihrer Begrüßung der über 40 Kinder und deren Eltern am Treffpunkt am Waldparkplatz. Bernhard Bopp, Leiter der Erziehungs- und Familienberatungsstelle informierte kurz über das Programm der fast zweistündigen Veranstaltung.

Gemeinsam wanderte man anschließend in Richtung der mit Kerzenlicht reichlich geschmückten Waldhütte. Auf halbem Weg hieß Jutta Gromes die Teilnehmer willkommen und führte sie in den ersten Teil des Märchens „Schneeweißchen und Rosenrot“ ein.

Dank der Hilfe der Kinder, konnte man den Wind mit lautem Getöse hören und spüren. Das Märchen wurde dadurch sehr beeindruckend und spürbar lebendig. An dem Grillplatz brannte schon ein wärmendes Lagerfeuer, das auf die Besucher wartete. Der zweite Märchenteil wurde dort zu Ende erzählt.

Alle Kinder lauschten gebannt der Märchenerzählerin, die immer wieder die Kinder in die Geschichte einbezog, so dass eine wunderbare, harmonische Stimmung rund um die Feuerstelle erzeugt wurde. Nach dem das Märchenbuch imaginär zugeklappt wurde, hieß Vorstandsvorsitzender des Caritasverbands. Matthias Fenger, die Anwesenden ebenfalls willkommen und wies auf die große Bedeutung der Aufgaben der Beratungsstelle hin.

Elisabeth Krug, Sozialdezernentin des Main-Tauber-Kreises, machte in ihrem Grußwort deutlich, dass der Landkreis die Arbeit der Erziehungsberatung wichtig für Familien erachte und die Beratungsstelle seit Jahren finanziell fördere. Die von Ernst Hartmann (Mitarbeiter der Beratungsstelle) geführte Puppe „Emil“ interviewte dann alle Mitarbeiter.

Bernhard Bopp erwähnte die große Akzeptanz der Beratungsstelle mit über 570 Ratsuchenden im Jahr 2018. Weiterhin verwies er auf die geringe Wartezeit und erklärte kurz den Anmeldemodus bei Karin Leuchtweis, Sekretariat, die unter Telefon 09341/92201025 erreichbar sei.

Tino Weise stellte die Beratung mit Familien und Kindern in Trennung und Scheidung vor. Birgitte Ditter arbeitet wie Jutta Häfner in der Außenstelle in Wertheim. Yvonne Baumann betreut schwerpunktmäßig Familien im Kindergartenalter und besucht Kindertagesstätten genauso wie Gabriele Mathes, die zusätzlich noch Mütter mit Säuglingen betreut. Das Spezialgebiet von Hr. Hartmann ist Konzentration- und AHDS- Förderung. Elke Hach-Wilimzik arbeitet in der Kontaktstelle gegen sexuelle Gewalt. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage des Caritasverbandes unter ww.caritas-tbb.de. Um sich richtig aufzuwärmen, verlagerte sich die Veranstaltung in die Stadthütte, wo ein offenes Kaminfeuer loderte und Wärme ausstrahlte. Vor der Hütte gab es die Möglichkeit sich mit einer Tasse Kinderpunsch, Kuchen und Gebäck zu stärken.

Jutta Gromes erzählte in der Hütte das russische Märchen „Maruschka und die zwölf Monate“. Dabei handelt es sich um ein Mädchen, das ihm gestellte Aufgaben nur mit Hilfe der Eismonate erfüllen konnte. Zum Glück endete auch dieses Märchen gut mit dem legendären Satz „und wenn Sie nicht gestorben sind, dann leben Sie noch heute“.

Zur Abschlussrunde versammelten sich nochmals alle Gäste an der Feuerstelle, wo Gromes mit der Geschichte „Am Schneesee und der Schneeseekleerehfee“ wieder in ihren Bann zog. Die komplexen Wörter kamen so schnell, dass man schon genau zuhören musste. Bernhard Bopp bedankte sich bei der Märchenerzählerin mit einem kleinen Rosenstrauß, die Besuche mit einem großen Applaus. Zum Schluss überreichte der Leiter der Beratungsstelle jedem Teilnehmer, ob groß oder klein, ein Säckchen mit einem Bild von einem Bären sowie ein paar Edelsteinen für die Kinder.

Beate Maier und Matthias Fenger würdigten abschließend das Team der Erziehungsberatungsstelle für die gelungene Gestaltung des Winterfestes und das Engagement bei der Arbeit. Mit einer kleinen Nachtwanderung zurück zum Parkplatz endete die gelungene Jubiläumsveranstaltung, es war ein wunderbares „Wintermärchen“. car