Tauberbischofsheim

Wohnraumförderprogramm 2019 gestartet Insgesamt stehen Mittel in Höhe von 500 Millionen Euro zur Verfügung

Land fördert die Schaffung von Wohnraum

Main-Tauber-Kreis.Mit verbesserten Angeboten will das Land die Wohnraumförderung attraktiver machen und den Wohnungsbau ankurbeln. Dafür wurden für 2018 und 2019 Fördermittel in Höhe von 500 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Im Förderprogramm „Wohnungsbau BW 2018/2019“ werden im Bereich der Förderung selbstgenutzten Wohnraums, wie bisher, der Neubau oder Kauf neuen Wohnraums, der Erwerb von gebrauchten Immobilien sowie Änderungs- und Erweiterungsmaßnahmen an bestehenden Immobilien zur Schaffung neuen Wohnraums über die Basisförderung unterstützt. Für innovatives Bauen, den Abbau von Barrieren oder energetische Sanierung von älteren Gebäuden gibt es eine Zusatzförderung.

Die Basisförderung erfolgt in Form eines 15 Jahre im Zins auf 0,5 Prozent festgeschriebenen Darlehens (Z15-Darlehen), das je nach Haushaltsgröße und Maßnahmenart entsprechend den vorgegebenen Höchstbeträgen maximal 85 Prozent der Anschaffungs- und Herstellungskosten beträgt.

Beim Erwerb von Bestandsimmobilien können in diesem Programm erwerbsnahe Modernisierungsaufwendungen zur Erhöhung des Gebrauchswertes des Wohnraums sowie in diesem Zusammenhang durchzuführende Instandsetzungsmaßnahmen, ohne die der Modernisierungszweck nicht erreicht werden könnte, zusätzlich in die förderfähigen Kosten einbezogen werden. Reine Instandsetzungsmaßnahmen sind allerdings wie bisher nicht förderfähig.

Ergänzungsförderung

Für wachsende Familien gibt es in den ersten sechs Jahren für hinzukommende Kinder eine Ergänzungsförderung, soweit das zum Zeitpunkt der Beantragung dieser Ergänzungsförderung geltende Förderprogramm dies vorsieht. Das Angebot für eine Erwerbsförderung von Genossenschaftsanteilen wird ebenfalls fortgeführt.

Voraussetzung für die Beantragung der Fördermittel ist, dass weder mit dem Bau begonnen noch der Kaufvertrag für das neue oder gebrauchte Objekt unterschrieben wurde. Außerdem sind Einkommens- und Belastungsobergrenzen zu beachten und entsprechende Eigenmittel nachzuweisen. Förderanträge sind direkt beim Landratsamt Main-Tauber-Kreis – Wohnraumförderstelle – einzureichen.

Schwerpunkt der Wohnungsbauförderung ist des Weiteren die soziale Mietwohnraumförderung zur Schaffung preiswerten und nachhaltigen Wohnraums. Das Programm sieht nach wie vor eine einheitliche landesweite Mietwohnraumförderung für alle wohnberechtigten Haushalte vor. Voraussetzung für eine Förderung ist, dass der Primärenergiebedarf der neuen Immobilie die Anforderungen der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) erfüllt.

Im Rahmen der Mietwohnraumförderung wird ein langfristiges Darlehen mit einem für zehn, 15, 25 oder 30 Jahre auf aktuell 0,0 Prozent verbilligten Zinssatz gewährt. Auf Wunsch kann das Darlehen auch teilweise oder vollständig in einen Zuschuss umgewandelt werden.

Hohen Kosten Rechnung tragen

Im Programmjahr 2018/2019 wird bei den berücksichtigungsfähigen Gesamtkosten zwischen Bau- und Grundstückskosten unterschieden, um den hohen Kosten in einigen Regionen Rechnung zu tragen. Außerdem können auch Änderungs- und Erweiterungsmaßnahmen zur Schaffung von neuen Mietwohnungen und die Begründung von Miet- und Belegungsbindungen im Bestand weiterhin gefördert werden.

Fortgeführt wird auch die Modernisierung bereits bestehender Mietwohnungen durch energetische Sanierung und Barrieren reduzierende Maßnahmen. Anträge auf Mietwohnraumförderung im Rahmen des Wohnraumförderungsprogramms 2019 sind auf dem entsprechenden Vordruck über die Wohnraumförderstelle bei der L-Bank einzureichen.

Die Modernisierungsförderung im Bestand ist direkt bei der L-Bank zu beantragen. Informationen hierzu gibt es auf der Homepage der L-Bank unter www.l-bank.de).

Der Bund fördert unabhängig davon mit Baukindergeld, wer erstmals in Deutschland eine Immobilie neu baut oder erwirbt. Voraussetzung ist, dass mindestens ein Kind unter 18 Jahren im Haushalt lebt. Das Baukindergeld kann direkt bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragt werden (www.kfw.de/baukindergeld). lra