Tauberbischofsheim

Alte Füllerei Vierte „Distelhäuser Lachnacht“ mit den Comedians Atze Bauer, Dr. Emir Puyan Taghikhani, Heinz Gröning und Jochen Falck

Lachsschinken, Roboter und Corona

Archivartikel

Die neue Spielzeit in der Alten Füllerei wurde nun mit der vierten „Distelhäuser Lachnacht“ eröffnet.

Distelhausen. Die Akteure Atze Bauer, Dr. Emir Puyan Taghikhani, Jochen Falck und Heinz Gröning boten dem Publikum eine bunte Comedyshow mit viel Lachpotenzial.

Zum Auftakt kam Moderator Atze Bauer in der „einzigen definitiv Corona-freien-Zone“ auf die Bühne und spielte ein Lied vom derzeitigen Wahnsinn. Der fränkische Blödelbarde war dabei so richtig gut drauf und stimmte die Besucher mit Bravour auf einen humorvollen Abend ein.

Erster Akteur der Lachnacht war der superkluge Lebensmittelchemiker Dr. Emir Puyan Taghikhani mit höchster Qualifikation. Früher habe er Lachsschinken immer mit Fisch verwechselt und diesen dann auch seinen islamischen Kumpeln fett aufs Brot gepackt, so meinte er humorvoll. Und so hatte er als Lebensmittelchemiker zur Freude des Publikums viele beeindruckende Argumente.

Ein Koffer voller Magie

Jochen Falck, der Mann mit starkem Überbiss, war mit einem Koffer voller Magie auf die Bühne gekommen. Bei seiner ersten Solonummer sollen nicht so viele Besucher da gewesen sein, so Falck schelmisch.

Der Berliner hatte auch einige Musikinstrumente mitgebracht, darunter eine Ukulele und eine Klarinette, mit der er das Publikum beeindruckte. Lustig war auch die Nummer als Bauchredner mit seinem privaten Ploppschutz, der gut kaschierte. Genauso witzig war auch das Lied von „Peter und der Wolf“ mit der Stimme des Fisches, aus dem dann eine akrobatische Nummer wurde.

Free-Jazz spielt Jochen Falck, der „auch gerne seinen Schatz mit dem Fön in der Badewanne verwöhnt“ am liebsten mit Kopfhörer, denn diesen Musikstil mag er gar nicht.

Nach der Pause kam Atze Bauer wieder gut gelaunt auf die Bühne, um seinen Sommerhit „Meine hart verdiente Kohle hat mein Vermieter“ zu spielen und damit rockte er sein Publikum. In Zukunft wird es auf der Bühne nur noch Roboter geben, so Atze Bauer schelmisch, und die KIs (künstliche Intelligenzen) werden das ganze Leben beherrschen, selbst das Publikum soll dann aus Schaltkreisen bestehen.

Im Bett mit einem Roboter

Natürlich hatte er auch hierzu das passende Liedgut – „Im Bett mit einem Roboter“ – und damit begeisterte Atze Bauer den ganzen Saal.

Der Höhepunkt des Abends war der Auftritt der rheinischen Frohnatur Heinz Gröning, „the sexiest man dead or alive“ mit Hose und Schuhen, die die Frauen begeistern.

Für die Frauen ist Heinz Gröning unwiderstehlich und die Männer haben nur ein „Knurren“ für ihn übrig, so meinte er scherzhaft.

Alleine für diese Aussage erntete er die ersten wilden Lachsalven vom Publikum.

Zu seiner Herkunft meinte er: „Wo ich herkomme, gibt es viel Gras – alles selber angebaut“. Die einzige Sehenswürdigkeit sei das Ortsende-Schild.

Mit seinem trockenen rheinischen Humor und mitreißenden Liedern sprang schnell der Funke auf das begeisterte Publikum über

Mehrere Zugaben

So meinte er auch, dass man, wenn man morgens nicht aus dem Bett käme, doch einfach dem ADAC mitteilen solle, dass man liegen geblieben sei. Diese Runde kam so gut an, dass das Publikum mehrere Zugaben wollte.

Am Ende des humorgeladenen Abends, der viele Lachsalven auslöste, kamen noch einmal alle Akteure zu einer musikalischen Improvisationsnummer auf die Bühne, die allen sichtlich viel Spaß machte und bei der das Publikum noch einmal richtig gerockt wurde. Am Ende gab es dann stürmischen Applaus für diese wahrlich gut gelungene vierte Distelhäuser Lachnacht.