Tauberbischofsheim

Katholische Kirchengemeinde Auftakt der Veranstaltungsreihe „Blickwechsel“ im Winfriedheim

„Kurzfilme, Gespräche, Glaube und Leben“

Archivartikel

Tauberbischofsheim.Es wurde nicht zu viel versprochen: die Mittwochabende werden in Tauberbischofsheim interessant. Tatsächlich war das Winfriedheim zur Eröffnung der Blickwechsel-Serie kaum wiederzuerkennen: Farbliche Lichteffekte ließen bereits das Foyer in einer neuen Atmosphäre erscheinen, in dem sich die erfreulich vielen Interessierten auf den „Blickwechsel“ in der Fastenzeit einließen.

Pfarrer Gerhard Hauk erhöhte zunächst die Spannung in seiner Begrüßung. In diesem Jahr bietet die Seelsorgeeinheit Tauberbischofsheim keine Bibelabende, dafür wird bei den Treffen das Jahresthema der Seelsorgeeinheit aufgegriffen: In der Fastenzeit geht es um das genauere Hinsehen, um den Austausch zu aktuellen Glaubensfragen und womöglich auch um die Vertiefung des eigenen Lebens aus dem Glauben. Es geht um einen neuen Blick für das eigene Leben. „Kurzfilme, Gespräche, Glaube und Leben“ – mit diesen vier Worten lässt sich das Projekt „Blickwechsel“ gut beschreiben. Es ist für alle Generationen gedacht und steht in enger Beziehung zum Jahresthema der Seelsorgeeinheit „Wie sieht’s aus?… Mutig neue Wege gehen“. Pastoralreferent Robert Koczy stellte noch einige Impulsfragen zur angeregten Diskussion, während Herta Konrad die letzten Vorbereitungen im Saal traf. Gemeindereferent Wolfgang Eitzenberger gab dann eine kurze Einführung in den mit Spannung erwarteten Kurzspielfilm „Rúbaí“ aus Irland.

Der knapp zwölf Minuten lange Film aus dem Jahr 2013 erzählt in wenigen Szenen von Rúbaí, einem achtjährigen Mädchen, das ihren Religionslehrer und auch ihre Mutter überrascht, indem es sich als Atheistin outet und die Teilnahme an der Erstkommunion ablehnt. Ein köstlicher Kurzspielfilm über ein widerspenstiges Mädchen, verzweifelte Lehrer, überforderte Pfarrer, eine einfühlsame Mama und die großen Fragen der Menschheit.

In Kleingruppen ging es danach in interessante und vielschichtige Gespräche. Welche Themen wurden in dem Film entdeckt? Welche Szene hat besonders beeindruckt? Welche Gefühle löste der Film aus? Manche entdeckten sich in Rúbaí mit ihrer kritischen Einstellung selbst wieder.

Abschließend hörte man das Lied „Do i Have to Believe“ mit der deutschen Übersetzung durch Lea Vollrath. Das Abschlussgebet aus Psalm 22 durch Pater Kasimir Fieden beendete den Abend.

Pfarrer Gerhard Hauk betonte, mit dieser Veranstaltung sei die Kirchengemeinde zur „einladenden Gemeinde“ geworden. Am Mittwoch, 11. März, steht um 19.30 Uhr die Fortsetzung mit dem Film „Rising Hope“ an. Bk