Tauberbischofsheim

Badische Landesbühne „nichts, was uns passiert“ am 20. Januar

Künstlerischer Beitrag zur „MeToo“-Debatte

Tauberbischofsheim.Die Badische Landesbühne zeigt am Montag, 20. Januar, um 19.30 Uhr in der Stadthalle in Tauberbischofsheim Bettina Wilperts Debütroman „nichts, was uns passiert“ in einer Bühnenfassung von Christine Künzel.

Wilpert greift in „nichts, was uns passiert“ ein Thema auf, an dem man sich leicht die Finger verbrennen kann, denn sie begibt sich auf die Spurensuche einer Vergewaltigung, die ebenso gut real wie erfunden sein könnte.

Was Anna als Vergewaltigung erlebt hat, war für Jonas nicht der beste, aber ohne den geringsten Zweifel einvernehmlicher Sex. Er fühlt sich gebrandmarkt, sie sieht sich als Falschbeschuldigerin diffamiert. Denn bald wird überall über den Fall gesprochen. Was ist in besagter Nacht wirklich passiert? Berichte von Anna und Jonas, von Freunden, Verwandten, Uni-Professoren, WG-Mitbewohnern und Arbeitgebern ergeben ein widersprüchliches, komplexes Bild.

„Die Autorin gibt einem nicht zuletzt durch MeToo drängend gewordenen Thema unserer Zeit eine literarische Stimme. Dabei gelingt ihr das Kunststück, sich auf keine Seite zu schlagen, und das tut sie in einer stilistisch einzigartigen und konsequenten Weise, die preiswürdig ist“, so die Jury des aspekte-Literaturpreises, den Wilpert 2018 erhielt. Zudem wurde der Roman mit dem Melusine-Huss-Preis ausgezeichnet.