Tauberbischofsheim

DLRG-Gruppe Tauberbischofsheim Schließung der Kleinschwimmhalle und Neuwahl des kompletten Vorstands waren die Hauptthemen der Jahreshauptversammlung

Kreisstadt braucht Lösung für Schwimmausbildung

Archivartikel

Tauberbischofsheim.Die DLRG- ortsgruppe Tauberbischofsheim führte ihre Jahreshauptversammlung bedingt durch die Corona-Pandemie online durch. Da auch die Neuwahl des kompletten Vorstands anstand, war dies natürlich eine Herausforderung für die Verantwortlichen, damit alles korrekt abläuft.

Nach der Begrüßung und dem Totengedenken durch den Vorsitzenden Thomas Lang übernahm Steffen Schönleber (Zweiter Vorsitzender) das Wort, um die Teilnehmer über den Ablauf der online Veranstaltung zu informieren.

Grußworte kamen von Bürgermeisterin Anette Schmidt, der es wichtig war an der Veranstaltung teilzunehmen, um den Standpunkt der Stadt nach dem Gemeinderatsbeschluss (Einstellung des Badebetriebes in der Kleinschwimmhalle) darzulegen. Der hohe finanzielle Aufwand um den Badebetrieb weiterhin aufrechtzuerhalten sei für die Stadt nicht zu stemmen, zumal diese selbst nur Mieter ist.

Schmidt stellte aber eine Möglichkeit vor, die DLRG -Gruppe Tauberbischofsheim könne Stunden im Familienbad Höpfingen reservieren, Montag und/oder Freitag jeweils von 15 bis 22 Uhr. Thomas Lang bedankte sich für die Grußworte entgegnete, man müsse dies erst mit den ehrenamtlichen Ausbildern besprechen, ob man diesen Kraftakt logistisch und organisatorisch überhaupt stemmen kann. Eines sei klar, es könne nur eine Übergangslösung sein. Tauberbischofsheim brauche eine Lösung, für alle Kinder, die künftig Schwimmen lernen wollen.

Uwe Spielvogel, stellvertretender Bezirksleiter des DLRG-Bezirkes Frankenland ging kurz auf das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder der DLRG Tauberbischofsheim in allen Bereichen ein und sprach Dank für die geleistete Arbeit aus.

Die aktuelle Situation mit den Beschränkungen im Alltag führen zwangsläufig auch zum Erliegen der Ausbildungstätigkeit, das heißt, es wird eine hohe Anzahl an Kindern das Schwimmen nicht erlernen können. Spielvogel erinnerte aber auch an die Pflicht der Schulträger, die Lehrpläne einzuhalten, und machte deutlich, wie wichtig Schwimmbäder sind, denn sechs von zehn Kindern sind keine sicheren Schwimmer. Aber er hofft, dass sich die aktuelle Situation bessert und in Zukunft wieder mit den Aus- und Fortbildungen begonnen werden könne.

In seinem Bericht ging der Vorsitzende auf die schwierige Lage der DLRG bundesweit (immer mehr Bäder werden geschlossen), aber besonders auf die prekäre Situation hier in Tauberbischofsheim ein. Nachdem der Betreiber der Kleinschwimmhalle, die BBT-Gruppe die endgültige Schließung bekanntgeben hat, ist der Gruppe Tauberbischofsheim ihr Ausbildungsbad genommen worden. Wie und wann es irgendwie weitergeht, stehe in den Sternen.

Im abgelaufenen Berichtszeitraum konnten wieder zahlreiche Abzeichen erworben werden, unter anderem 34 Frühschwimmer „Seepferdchen“, 50 Jugendschwimmpässe in Bronze, Silber und Gold und fünf Junior-Retter. Die ehrenamtlichen Ausbilder leisteten 1360 Stunden, um Kindern das Schwimmen zu erlernen. 410 Stunden fielen an für die Ausbildung von Rettungsschwimmern.

Positives gibt es vom Altstadtfest 2019 zu berichten, es war wieder ein tolles Event, auch wenn die Helfer mit Auf- und Abbau und den drei Festtagen sieben Tage lang stark eingespannt waren.

Dr. Sigurd Zapf hat an die Stiftung „Wasserrettung“ wieder einen ansehnlichen Betrag übergeben, der wichtig ist für die Jugendarbeit und Einsatzbereitschaft.

Nach den Berichten der einzelnen Ressorts und der Kasse beantragte Uwe Spielvogel die Entlastung der Schatzmeisterin, welche zuvor von den Kassenprüfern vorgeschlagen wurde. Außerdem auch die Entlastung des gesamten Vorstands.

Anschließend wurde die Neuwahl des Vorsitzenden unter der Leitung von Uwe Spielvogel durchgeführt. Thomas Lang wurde in seinem Amt bestätigt und übernahm die Wahl der weiteren Vorstandsämter. Gewählt wurden Steffen Schönleber zum Zweiten Vorsitzenden und Bea Grimm zur Schatzmeisterin. Den Bereich Einsatz decken Markus Brixel, Ralph Hörner und Max Hammer ab. Das Amt der Gerätewarte üben Martin Schmitt und Dominik Seiz aus. Beisitzer sind Rainer Hofrichter, Doris Finke, Emil Heller und Andras Grimm. Die Kasse wird von Jeannette Hörner und Mario Lang in den kommenden drei Jahren geprüft.

Für das kommende Jahr steht das 70-jährige Bestehen der Gruppe an sowie die Bezirksratstagung des Bezirkes Frankenland im März. Alle zu Ehrenden sollen bei einem Festakt geehrt werden.

Zum Abschluss bedankte sich Thomas Lang bei allen aktiven Vereinsmitgliedern für ihre geleistete Arbeit.