Tauberbischofsheim

Sternsingen In Zeiten von Corona findet die Aktion in anderer Art und Weise statt

Kindern in aller Welt Halt geben

Archivartikel

Tauberbischofsheim.„Segen bringen – Segen sein. Kindern Halt geben – in der Ukraine und weltweit“: Unter diesem Motto steht die aktuelle Sternsingeraktion. Aufgrund von Corona findet sie diesmal jedoch in allen Kirchengemeinden in veränderter Form statt – auch in Tauberbischofsheim.

In den Gemeinden der Seelsorgeeinheit fand am Dienstag und Mittwoch jeweils ein Sternsingergottesdienst statt. In der Kirche St. Martin waren auch eine Sternsingergruppe am Altar beziehungsweise Familiengruppen unter Einhaltung der gebotenen Abstände dabei.

Kaplan Dominik Albert ging in seiner Predigt auf das Evangelium ein: Die Weisen aus dem Morgenland hatten einen weiten Weg auf sich genommen, um den neuen König als Kind in ärmlichen Verhältnissen vorzufinden. Als König sei Jesus erst sichtbar gewesen, als er bereits als „Verbrecher“ vor Pilatus stand. Anders als bekannte Könige, habe Gott keinen „Mindestabstand“, Gott sei den Menschen immer nahe.

Wichtig war diesem auch, dass die Sterndeuter nicht nur Geschenke machten. Sie investierten viel Zeit für den langen Weg. Unter dem Blickwinkel Zeit und materielle Dinge fragte der Seelsorger: „Was lassen sich die Menschen heute Jesus noch kosten?“ und „Was ist uns die Nähe zu Gott wert?“ Gott führe die Menschen zu Jesus, denn durch ihn erkennen diese, dass „wir miteinander Kirche sind“.

Abschließend ging der Kaplan auf die Kinder in der Ukraine und vielen Ländern dieser Welt ein, für die die Gaben, die durch die Sternsingeraktion gesammelt werden, lebensnotwendig seien. Die Armut dort sei durch Corona nicht weniger geworden. Deshalb bezeichnete es Albert als „seine Herzensbitte“, die am Schluss des Gottesdienstes gesegneten Segensbriefe (Umschlag unter anderem mit gesegnetem Türaufkleber und gemaltem Bild der Sternsinger von St. Martin) mitzunehmen und mit einer Spende zu helfen.

In der Pfarrei St. Bonifatius feierten Vikar Dominik Albert und Vertreter aus dem Organisationsteam mit der Pfarrgemeinde den Sternsingergottesdienst am Mittwoch. Auch in der Bonifatiuskirche liegen ab sofort die Segensbriefe mit den entsprechenden Aufklebern an den Schriftenständen aus.

Spenden für die Projekte des Kindermissionswerks können über die ausliegen Spendentütchen weiterhin im Pfarrbüro der Seelsorgeeinheit Tauberbischofsheim oder in der Sakristei St. Bonifatius abgegeben werden. Alternativ liegen Überweisungsvordrucke den Segensaufklebern bei. Eine postalische Zustellung kann unter Telefon 0170/5576426 vereinbart werden, wurde von einem Vertreter von St. Martin mitgeteilt. Die Anbringung des Segens mit Kreide an den Haustüren kann erfolgen, sobald es die Rahmenbedingungen wieder erlauben. bk/vm