Tauberbischofsheim

Nachbarschaftshilfe Tauberbischofsheim Jahreshauptversammlung mit Rückblick auf 2019 / Vorträge bereicherten das Vereinsleben

Karin Böhlecke neue Einsatzleiterin

Tauberbischofsheim.Durch den Corona-Lockdown wurde die Mitgliederversammlung der Nachbarschaftshilfe vier Monate später als ursprünglich geplant durchgeführt. Der Rückblick auf 2019 rief die Aufregung über die neuen Bedingungen der Entlastungsleistung der Pflegeversicherung in Erinnerung. Nach vielen Überlegungen in der Vereinsleitung und Reaktionen der Betroffenen wurde der entsprechende Antrag gestellt und dann ab April genehmigt.

Die Mitgliederversammlung lief in gewohnter Weise ab, wobei alles ohne Beanstandung blieb – einschließlich des Kassenberichtes. Ein Höhepunkt war die Ernennung von Monika Wenzel zum Ehrenmitglied für ihre langjährige, äußerst umsichtige und zuverlässige Arbeit als Einsatzleiterin (2002-2018). Die satzungsgemäße Neuwahl des Vorstands ergab folgendes Ergebnis: Brigitta Meuser (Vorsitzende), Heidi Sax (stellvertretende Vorsitzende), weitere Vorstandsmitglieder sind Irene Schneider, Tanja Gerber und Sabine Nowakowsky.

Als neue Einsatzleiterin konnte Karin Böhlecke gewonnen werden. Da sie bereits als langjährige Helferin entsprechende Erfahrung mitbrachte, wusste sie auch, worauf es bei allen Überlegungen und der Organisation der Einsätze ankommt. Margot Göbel aus Lauda gab ebenfalls nach vielen Jahren ihre Aufgabe als Begleitung bei den organisatorischen Erstbesuchen ab und wurde gebührend verabschiedet. Inzwischen hat Marianne Koper diese Aufgabe übernommen.

Ein Vortrag über die häusliche Pflegevermittlung über Promedica (Thomas Lippert) lieferte interessante Details über rechtliche Regelungen und Organisation.

Eine stetige Herausforderung war die Gewinnung neuer Helfer, da die „Gründungsgeneration“ der Aktiven jetzt selbst alt geworden ist oder sogar inzwischen selbst Hilfe benötigt. Immer wieder herrscht Freude darüber, wenn sich Personen melden, die anderen Menschen tatkräftig und verlässlich zur Seite stehen wollen und ihnen somit ein Stück Lebensqualität geben. Dies ist auch für Jugendliche ab 17 Jahren eine gute Möglichkeit, Erfahrungen im sozialen Bereich zu machen und das Leben außerhalb des Schulbetriebes kennenzulernen.

Brillensammlung ein Erfolg

Für die Helfer gab es eine Erste-Hilfe-Auffrischung, die gut angenommen wurde.

Zahlreiche Beratungsgespräche zu Pflegeleistungen, Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen waren ebenso wichtig. Das Dolmetscher-Projekt für Flüchtlinge – Begleitung zu Ämtern und Ärzten – wurde auch weiter durchgeführt, lief aber wegen zurückgehender Zahlen zum Ende des Jahres aus. Die sechste Brillensammlung war wieder ein voller Erfolg. Zahlreiche Pakete für Bedürftige wurden verschickt. Im Mai hielt die Vorsitzende Brigitta Meuser einen Vortrag im Adam-Rauscher-Haus zum Thema „Was ich unbedingt über Organspende wissen sollte – wichtigste Infos für potenzielle Spender“, der gut besucht wurde. Er brachte bisher unbekannte Details zur Sprache und warf bei den Menschen viele neue Fragen auf. Sogar drei Jugendliche waren gekommen, weil sie in der Schule dazu eine GFS halten sollten. Sie fragten nach der Veranstaltung sogar das Arbeits- und Präsentationsmaterial an.

Im Herbst folgte eine weitere Fortbildung mit Sebastian Höhnlein zum Thema „einfache Bewegungsübungen und -spiele“, denn die Helfer brauchen solche für ihre Betreuungen und auch für sich selbst. nsh