Tauberbischofsheim

KjG-Hilfsaktion

Jugendliche machen Besorgungen

Tauberbischofsheim.Die Corona-Pandemie stellt viele vor große Probleme: Eltern müssen arbeiten und gleichzeitig ihre Kinder betreuen. Alte Menschen sollen soziale Kontakte meiden. Und wer unter Quarantäne steht, darf gar nicht mehr vor die Tür. In dieser Situation bietet die KjG zusammen mit dem katholischen Pfarramt Hilfe an.

„Viele Menschen sitzen jetzt in ihrer Wohnung und kommen nicht mehr heraus“, sagt Anna Wamser. Die 17-Jährige will ehrenamtlich helfen. Gemeinsam mit Sophie Schneider und Benedict Fischer hat sie einen Helferkreis organisiert, dem Jugendliche aus der KjG St. Bonifatius und KjG St. Martin angehören. „KjG hilft“, lautet das Motto. Und das gemeinsam.

Alle drei sind Schüler am Matthias-Grünewald-Gymnasium. Die Schule ist zwar momentan geschlossen. Der Unterricht läuft aber über Internet und Videokonferenzen. „Wir sind mit Aufgaben sehr beschäftigt“, berichtet Sophie Schneider. Die Hilfsaktion empfindet sie als willkommene Abwechslung. „Anderen zu helfen, lenkt ab von der eigenen Situation.“

Die Hilfsaktion richtet sich an Personen aus der ganzen Seelsorgeeinheit Tauberbischofsheim. Auch Flüchtlingsfamilien sind angesprochen. „Wir kaufen im Supermarkt ein, besorgen Arzneimittel aus der Apotheke oder gehen mit dem Hund Gassi“, erklärt Benedict Fischer. Er betont, Sicherheitsregeln sorgfältig zu beachten. „Die Aufträge werden unter Einhaltung der Hygienestandards erledigt.“

Wertvolles Engagement

Dekan Gerhard Hauk freut sich über die Hilfsbereitschaft der Jugendlichen. „Es ist wenig, was man in dieser Zeit tun kann“, meint er. Die derzeitige Situation sei schwer auszuhalten. Die Pläne vieler Menschen würden durchkreuzt. In Solidarität gelte es die auferlegten Maßnahmen einzuhalten.

Umso wertvoller ist Hauks Auffassung zufolge das Engagement der Jugendlichen. Ihren Einsatz für andere nennt er ein „Hoffnungszeichen in schwerer Zeit“. Sie machen in seinen Augen mit ihrem Handeln deutlich, dass Gott trotz allem die Welt in seiner Hand hält.

Die Koordination der Hilfsaktion erfolgt über das Pfarramt. Seit letzten September absolviert dort Lea Vollrath ein freiwilliges soziales Jahr. Spontan hat sie sich bereiterklärt, Anrufe entgegenzunehmen und Anfragen weiterzuleiten. feu