Tauberbischofsheim

Zwölftes Internationales Jugendcamp Teilnehmer knüpften Freundschaften über Grenzen hinweg

Gelungener Beitrag zur Völkerverständigung

Main-Tauber-Kreis.Eine ereignisreiche Woche verbrachte die Sportjugend des Main-Tauber-Kreises in Cieplowody (früher Blauenbrunn) in Polen. Dort fand zum zwölften Mal das Internationale Jugendcamp mit den Partnerlandkreisen aus Bautzen und Polen statt.

Die Teilnehmer genossen das abwechslungsreiche Programm. Dabei wurden bereits bestehende Freundschaften gefestigt und zahlreiche neue Freundschaften über Grenzen hinweg geknüpft.

Wie es im Bericht der Verantwortlichen weiter heißt, war dieses Mal „besonders schön“, dass die Gruppe aus dem Main-Tauber-Kreis einen Zwischenstopp bei ihren Freunden aus dem Kreis Bautzen einlegte. Von dort aus fuhr man gemeinsam nach Cieplowody: ein Zeichen internationaler Freundschaft. Gefördert wurde diese Maßnahme vom Main-Tauber-Kreis und vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk.

Neben zahlreichen sportlichen Aktivitäten wie Volleyball-Turnieren, Strandolympiaden oder dem Besuch eines Aqua Parks in Wroclaw (früher Breslau), waren Workshops wie das Bemalen von Pfefferkuchen oder der Besuch bei Bienenzüchtern sowie Wanderungen (beispielsweise durch das Gebirge Wielka Sowa oder Sniezka) fester Bestandteil der Aktivitätenliste. Sprachbarrieren spielten dank des Sports dabei keinerlei Rolle.

Kultureller Aspekt

Der kulturelle Aspekt kam während der Woche keinesfalls zu kurz. Die Teilnehmer besuchten unter anderem die historische Stadt Swidnica (früher Schweidnitz).

Zentrales Thema der Städtereise war die Besichtigung bedeutender Bauwerke wie des Rathausturms, der Friedenskirche St. Stanislaw und ein Besuch im Schloss von Ksiaz. Außerdem wurde die Kreisstadt Zapkowice Slaskie (ehemals Frankenstein) bei einer Stadtrallye erkundet.

Empfang

Dank der Organisation der Sportjugend des Landkreises Bautzen wurden die Jugendlichen im Rahmen des Internationalen Jugendcamps erstmals vom Leiter des Verbindungsbüros des Freistaats Sachsen, Uwe Behnisch, empfangen. Thema war hierbei die polnisch-sächsische Zusammenarbeit.

Ebenfalls auf dem Programm standen das gemeinsame Kochen landestypischer Gerichte sowie gemütlichen Spieleabende. Außerdem fanden zahlreiche Gesprächsrunden zu aktuellen jugendrelevanten Themenbereichen statt.

Die Flüchtlingsproblematik, Gender Mainstreaming, Datenschutz oder das erweiterte Führungszeugnis bei ehrenamtlich tätigen Personen standen ganz oben auf der Prioritätenliste der interessierten Teilnehmer. Am Ende des zwölften Jugendcamps war deutlich zu spüren, wie sehr Sport verbindet und jegliche Sprachbarrieren überbrücken kann. Entsprechend schwer fiel allen der Abschied. Das 13. Internationalen Jugendcamp findet nach Aussage der Verantwortlichen im nächsten Jahr in Bautzen statt.