Tauberbischofsheim

Gruppe „Lebensfarben“ Vor 30 Jahren trat das Ensemble zum ersten Mal in Erscheinung / Nächster Auftritt am 12. Oktober

„Feuer der Begeisterung springt über“

Archivartikel

Vor 30 Jahren trat die Gruppe „Lebensfarben“ das erste Mal in Erscheinung. Musik mit Tiefgang zu kirchlichen und weltlichen Anlässen ist ihr Markenzeichen.

Tauberbischofsheim. Den Geburtstag beging die Band unter der Leitung von Madeleine Wagner mit einem Dankgottesdienst in der Stadtkirche St. Martin.

Im Musikgeschäft sind 30 Jahre eine lange Zeit. Bands kommen, Bands gehen. An die meisten, die vor 30 Jahren in aller Munde waren, erinnert sich heute kaum einer mehr. Die „Lebensfarben“ sind dagegen zu einer festen Institution geworden. Zahlreiche Auftritte in wechselnder Zusammensetzung hat das Ensemble in der Region bekanntgemacht. Eine beträchtliche Schar treuer Anhänger besucht jeden Auftritt. Zum Dankgottesdienst waren etliche gekommen, die die „Lebensfarben“ seit Beginn unterstützen.

Jede Stimme wichtig

Als Metapher für das Leben in der Gemeinschaft wollte Janina Spang die Musikgruppe verstanden wissen. „Die Musiker müssen gut aufeinander hören“, betonte die Sängerin in der Einführung zum Gottesdienst, den die „Lebensfarben“ mit Liedern und Texten gestalteten. Es gehe nicht, dass einer viel schneller spiele, so dass die anderen nicht mehr mitkommen. Genauso wenig hielt sie es für angebracht, ganz laut zu spielen, so dass man die leiseren Instrumente nicht mehr hört. „Damit eine schöne Melodie entsteht, müssen die Musiker gut zusammenspielen“, erklärte Janina Spang. Jede Stimme, jeder Ton, jedes Instrument sei dabei wichtig und schön.

Die „Lebensfarben“ spielen mit dem Bandnamen auf den Regenbogen an. Daran erinnerte die langjährige Chorleiterin Mechthild Geiger in einem Meditationstext. Der Regenbogen gilt seit jeher als Zeichen des Bundes Gottes mit den Menschen. Die „Lebensfarben“ wollen Geigers Ausführungen zufolge dazu beitragen, dass das Leben mit Gott und den Menschen besser gelingen kann.

Von einer Begeisterung, die über Jahrzehnte angehalten hat, sprach Dekan Gerhard Hauk in seinem Grußwort. Der Gruppe dankte er, dass sie den Auftrag Jesu aufgreife und Lieder zur größeren Ehre Gottes singe. Jeder Auftritt der „Lebensfarben“ bringe Glaubensfreude zum Ausdruck. „Die Sängerinnen bekennen Farbe für den Glauben“, versicherte Hauk. Indem sie von der Quelle des Lebens singen, die sie in Christus finden, legen sie seiner Meinung nach ein starkes Glaubenszeugnis ab. Besser kann man nach Ansicht des Dekans seinen Glauben nicht bekennen.

Immer wieder tauchen neue Gesichter in den Reihen der Lebensfarben auf. „Das Feuer der Begeisterung springt über“, freute Gerhard Hauk sich. Der Gruppe gelinge es stetig, neue Sängerinnen zu gewinnen. Der Dekan zeigte sich zuversichtlich: „Das Licht des Glaubens wird auf diese Weise an die nächste Generation weitergereicht.“ feu