Tauberbischofsheim

Naturschutz Angelsportverein Distelhausen unterstützt Arbeit der Unteren Naturschutzbehörde / Förderung durch Sonderprogramm „Biologische Vielfalt“

Feuchtbiotop „Brunnenwiesen“ wird optimiert

Distelhausen.Ein Feuchtbiotop im Gewann „Brunnenwiesen“ der Gemarkung Distelhausen ist in den vergangenen Jahren zunehmend verlandet.

Die Ursache war der Eintrag von Schlamm, Laub und Geäst. In enger Abstimmung mit dem Angelsportverein Distelhausen wird das Laichgewässer jetzt im Auftrag der unteren Naturschutzbehörde beim Landratsamt Main-Tauber-Kreis saniert und ökologisch aufgewertet. Es war vor mehr als 20 Jahren im Rahmen der Flurbereinigung Distelhausen geschaffen worden.

„Die Optimierung und Vernetzung von Feuchtbiotopen mit den daran gebundenen Tier- und Pflanzenarten dient auch der Umsetzung der Naturschutzstrategie Baden-Württemberg. Neben den verschiedenen Amphibienarten werden auch zahlreiche weitere Arten wie zum Beispiel Libellen von dieser Artenschutzmaßnahme profitieren. Besonders freue ich mich über das Engagement des Angelsportvereins, der die Arbeit der unteren Naturschutzbehörde beispielhaft unterstützt“, erklärt Landrat Reinhard Frank.

Eine freie Wasserfläche war zuletzt nur noch kurzzeitig im Frühjahr vorhanden. Der Teich war somit als Laichgewässer für die dort vorkommenden Amphibien völlig ungeeignet. Beschattende Gehölze werden nun gezielt entfernt. Dadurch wird das Stillgewässer besser besonnt und somit erwärmt. Außerdem wird der in dem Gewässer abgelagerte Schlamm und Laubeintrag ausgebaggert. Den dort vorkommenden Amphibienarten steht im Frühjahr 2020 wieder ein optimales Laichgewässer zur Verfügung.

Die Pflegemaßnahme wird mit einem örtlichen Bauunternehmen und tatkräftiger Unterstützung des Angelsportvereins Distelhausen umgesetzt. Der Verein hat bereits im Vorfeld der Maßnahme zahlreiche ehrenamtliche Stunden zum Zurückschneiden der Gehölze erbracht.

Finanziert wird die Maßnahme durch Sondermittel, die der unteren Naturschutzbehörde vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg im Rahmen des Sonderprogramms „Biologische Vielfalt“ zur Verfügung gestellt worden sind. lra