Tauberbischofsheim

Kirchengemeinde 40-tägige „Wüstenzeit“ beendet / Gunter Schmidt schuf Ölgemälde für Karfreitag

Endlich wieder Gottesdienst

Tauberbischofsheim.„So wie Jesus 40 Tage in der Wüste war, so haben wir als Kirchengemeinde eine 40-tägige Wüstenzeit hinter uns, eine Zeit, in der wegen der Coronapandemie keine Gottesdienste stattfinden konnten“, erklärte Diakonin Petra Herold den Kirchenbesuchern, die – unter Einhaltung der notwendigen Hygiene- und Abstandsregeln – am Sonntag für eine halbe Stunde in die Kirche kommen durften. Neben der Freude, wieder in einen – wenn auch nur kurzen – Gottesdienst gehen zu können, kam auch die äußerst positive Resonanz auf die Veränderung im Altarraum der Christuskirche.

Gunter Schmidt, der für den Karfreitag ein großformatiges Ölgemälde geschaffen hatte, hat dieses nun der Kirchengemeinde geschenkt. Dazu erklärte der Künstler: „Das Bild entstand in engem Kontakt zur Karwoche, zum Karfreitag. Das heißt, das Kreuz ist das Symbol, das durch ,interaktive Elemente’ ergänzt wird: Einzelne Besucher können biblische Verse oder entsprechende Sinnsprüche und Zitate anheften, durch die kontemplativen Momente entstehen, die über das Symbol des Leidens hinausweisen.“ Das Hauptmotiv stehe recht dominant im Zentrum der Leinwand, dem sind eine Anzahl weiterer kleinformatiger Kreuze beigeordnet, die pastell-zart aus dem Hintergrund hervortreten und ihn damit vorsichtig beleben. Damit solle auch eine ästhetische Balance gegen das schwere schwarze Hauptkreuz erzeugt werden. „Und dazu eine Ahnung beziehungsweise Anmutung von Gemeinschaft unter dem Zeichen des Christentums und eventuell darüber hinaus auch unter der Menschheit in einem humanitären Geist.“

Zu diesem Gemälde passt auch noch sehr gut die Osterkerze in ähnlicher Farbgebung, die die diesjährigen Konfirmanden mit Petra Herold geschaffen haben. aba