Tauberbischofsheim

Weltgebetstag Kolpingfamilien feierten Gottesdienst

Einsatz für eine friedlichere Welt

TAUBERBISCHOFSHEIM.Der Weltgebetstag des Internationalen Kolpingwerks stand in diesem Jahr unter dem Thema: „50 Jahre Kolping International – weltweit solidarisch handeln“. Die Kolpingsfamilien aus Grünsfeld, Hochhausen, Königheim und Tauberbischofsheim trafen sich zu einem feierlichen Gottesdienst in der St. Liobakirche Tauberbischofsheim. Dabei wurde der Seligsprechung Adolph Kolpings am 27. Oktober 1991 in Rom durch Papst Johannes Paul II gedacht.

Einleitend wies Vorsitzender Georg Maluck darauf hin, dass das Kolpingwerk seit 1969 ein anerkannter Partner der professionellen Entwicklungshilfearbeit ist. 400 000 Mitglieder bilden generationsübergreifend in zirka 7300 Kolpingsfamilien in über 60 Ländern die weltweite Gemeinschaft „Kolping International“.

Bezirkspräses Pfarrer Hermann Konrad (Werbach) gestaltete zusammen mit dem Tauberbischofsheimer Präses, Kooperator Pater Kasimir Fieden, den Gottesdienst. In seiner Predigt erinnerte Pfarrer Konrad, dass Kolpings rechtschaffenes Leben Vorbild für alle Mitglieder geworden sei. Dessen segensreiches Wirken hinterlasse Spuren bis in die heutige Zeit und gebe Ansporn zum Einsatz für die Kirche und für eine gerechtere und friedliche Welt.

Die Seelsorge des Adolph Kolping sei in eine Zeit gefallen, in der einige auf ganz andere, auf brutalere Weise die sozialen Fragen lösen wollten. Sie riefen um 1840 zur Weltrevolution auf, zur Diktatur des Proletariats. Aus diesen Ideen entwickelten sich furchtbare Tyranneien, erklärte der Pfarrer. Im Gegensatz hierzu markierten die Seligpreisungen Jesu die Leitlinien im Leben des Gesellenvaters. Sie bildeten die Grundlagen für sein gnadenhaftes Wirken bis zum heutigen Tag. „Mag auch da und dort ein Rückgang der Aktivitäten von Kolpingsfamilien festzustellen sein. Adolph Kolping, dessen Lebenszeit schon mehr als 100 Jahre zurückliegt, lebt immer noch“, meinte der Bezirkspräses.

Im Gebet um die Heiligsprechung Adolph Kolpings gehe hervor, dass sein Leben erfüllt war von der Sorge für junge Menschen in religiöser und sozialer Not. Sein Anliegen sei es gewesen, Arbeit, Familie und Gesellschaft im Lichte des Glaubens zu verstehen. Gegenseitige Hilfe in Gemeinschaft habe er als die Erfüllung christlicher Nächstenliebe verstanden. Das internationale Kolpingwerk bitte daher, Adolph Kolping in der Gemeinschaft mit der ganzen Kirche in allen Sprachen und Nationen als Heiligen verehren zu dürfen. Ein entsprechendes Verfahren erfolge nach den kirchlichen Richtlinien.