Tauberbischofsheim

Frauengemeinschaft Großzügige Spende von 1000 Euro für das Dorf Mshewe in Tansania an Janika Reuter übergeben

Eine defekte Solaranlage soll repariert werden

Archivartikel

Dittigheim.Janika Reuter erhielt am vierten Advent von der Frauengemeinschaft Dittigheim eine Spende über 1000 Euro.

Im November hatte Janika Reuter im Vitus-Saal bei Kaffee und Kuchen einen Vortrag über ihren einjährigen Aufenthalt in Tansania gehalten und tansanische Taschen und Rosenkränze verkauft.

Freiwilligendienst in Tansania

Nach ihrem Abitur im Jahr 2017 stand für Janika Reuter fest, dass sie erst einmal Abstand vom Lernstress nehmen und ein Freiwilliges Soziales Jahr im Ausland absolvieren wollte. Afrika war ihr Ziel und so bewarb sie sich bei der Caritas für einen Weltwärts-Freiwilligendienst in Tansania. Nach dreimonatiger Vorbereitung inklusive Sprachkurs (Kiswahili) war es im Oktober 2017 endlich so weit: Zusammen mit den 30 anderen freiwilligen Deutschen reiste sie nach Dar es Salaam.

Dann trennten sich ihre Wege. Janika Reuter kam zusammen mit einer anderen Deutschen in einem Kloster im Dorf Mshewe unter. Dort lebten und arbeiteten sie mit vier Schwestern sowie 30 auszubildenden Schwestern, den sogenannten Dadas.

Kinderbetreuung Hauptaufgabe

Die Hauptaufgabe der beiden Deutschen bestand darin, im Kindergarten zu arbeiten. Sie brachten den Kindern das Lesen bei und auch das Singen und Spielen durfte nicht zu kurz kommen. Die Freude und Zufriedenheit der Kinder wurden auch im Vortrag durch die vielen Bilder und Videos sichtbar.

Das Leben im Kloster drehte sich jedoch nicht nur um den Kindergarten. Auch die regelmäßigen Gebetszeiten mussten eingehalten werden und da die Schwestern Selbstversorger sind, galt es auch, auf dem Feld mitzuhelfen.

Immer noch in Kontakt

Von der Aussaat bis zur Ernte lernte Janika Reuter alles über Mais, Sonnenblumen, Tomaten, Zwiebeln, Erdnüsse und Süßkartoffeln. Auch Mangos, Papayas, Avocados und Bananen gab es an ihrer Einsatzstelle reichlich.

Für Fleisch sorgte Kleinvieh, wie Kaninchen und Hühner.

Auch zwei Jahre später steht Janika Reuter noch regelmäßig mit den Einheimischen in Kontakt. Bei einem Besuch im September dieses Jahres stellte sie erfreut fest, dass mit den bisherigen Spendengeldern bereits einiges bewegt wurde: Es wurden zwei neue Wassertanks gekauft und ein großes Auffangbecken für das Regenwasser gebaut, um der Wassernot entgegen zu wirken. Während ihres Aufenthalts gehörte das Wasserholen von weit entfernten Quellen zum Alltag.

Hilfe zur Selbsthilfe

Diese Situation konnte durch die Tanks erheblich verbessert werden. Mit den neuen Spendengeldern soll nun unter anderem die defekte Solaranlage repariert werden.