Tauberbischofsheim

Wanderausstellung „Youniworth“ Feierliche Eröffnung in den Räumen des DRK in Tauberbischofsheim

Einblick ins Leben junger Zuwanderer

Archivartikel

Tauberbischofsheim.Einen Einblick in das Leben von jungen Zuwanderern geben will die Wanderausstellung „Youniworth“, die am Dienstag offiziell in den Räumen des DRK in Tauberbischofsheim eröffnet wurde. „Verfolgt man die aktuelle Presse, könnte der Zeitpunkt nicht passender gewählt sein“, begrüßte DRK-Geschäftsführerin Manuela Grau die Besucher. Die Ausstellung biete Raum für Begegnung und Austausch. Sie fordere spielerisch und multimedial auf, zu reflektieren, zu hinterfragen und Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten.

Wie wichtig das Thema Integration ist, betonte Erster Landesbeamter Christoph Schauder. „Wir müssen alles daran setzen, auch Menschen, die nicht unsere Sprache sprechen, eine andere Hautfarbe oder Religion haben, an unserer Gesellschaft teilhaben zu lassen“, lautete sein Appell. „Es macht wirklich Freude, zu sehen, wenn die Integration von Menschen in unsere Gesellschaft geklappt hat“, bemerkte dazu der stellvertretende DRK-Kreisgeschäftsführer Uwe Rennhofer.

In seiner Funktion als Vertreter des Main-Tauber-Kreises hat Christoph Schauder die Patenschaft für die Ausstellung übernommen. Diese wolle das Leben von jungen Zugewanderten für die breite Öffentlichkeit greifbar machen indem sie jungen Menschen mit Migrationshintergrund eine Stimme verleihe.

„Man kann dort auf unaufdringliche und unterhaltsame Weise viel lernen – auch über die eigenen Vorurteile“, so der Erste Landesbeamte.

„Die Ausstellung ist auf den ersten Blick toll geworden“, lobte Markus Kaufmann, Leiter Sozialarbeit beim DRK-Landesverband Baden-Württemberg. Er hob zudem hervor, dass der Jugendmigrationsdienst (JMD) des DRK-Kreisverbands in Tauberbischofsheim etwas ganz Besonderes sei. Denn im gesamten Gebiet des Landesverbands gebe es nur zwei Kreisverbände, die in diesem Bereich aktiv wären – einer davon eben in Tauberbischofsheim. Um das Thema Integration würden sich beim DRK in Baden-Württemberg insgesamt rund 220 Haupt- und 3000 Ehrenamtliche kümmern.

Was der JMD im Main-Tauber-Kreis überhaupt alles macht und wo die aktuellen Herausforderungen liegen, darüber sprach Felix Müller. Als Leiter der Migrations- und Suchdiensts beim Kreisverband war er maßgeblich daran beteiligt, die Wanderausstellung nach Tauberbischofsheim zu holen. Wie er ausführte, ist der JMD für junge Menschen mit Migrationshintergrund im Alter von zwölf bis 26 Jahren zuständig. Für diese werde neben einer individuellen Integrationsförderung auch eine sozialpädagogische Beratung angeboten. Dabei gehe es um Themen wie Arbeit, Beruf, Bildung, aber auch um den Umgang mit Ämtern und Behörden und vieles mehr.