Tauberbischofsheim

Musikverein „Eintracht“ Jahreskonzert in der Külsheimer Festhalle stand unter dem Motto „Musik durch die Zeit“ / Jugendchor aus Helmstadt mit von der Partie

Ein Genuss für Freunde der Blasmusik

Das Jahreskonzert des Musikvereins „Eintracht“ Külsheim fand am Samstagabend unter dem Motto „Musik durch die Zeit“ in der Festhalle der Brunnenstadt statt und begeisterte viele Zuhörer.

Külsheim. Neben dem Ensemble der „Eintracht“ traten das Jugendblasorchester des Musikvereins und der Jugendchor „Cantabile“ des Männergesangvereins Frohsinn Helmstadt auf .

Kristin Lawo sagte bei der Begrüßung, das gewählte Motto spiegele sich in der Zusammensetzung der Musiker wider, welche mehrere Generationen umfasse, auch die Bandbreite der Musik- und Gesangstücke werde dem Motto gerecht. Präsentiert würden musikalische Werke, welche Meilensteine der Menschheitsgeschichte behandelten. Vorab sei den Akteuren in zahlreichen Proben volle Leistung abverlangt worden.

Das Jugendblasorchester (musikalische Leitung Florian Wolpert) agierte nicht als Vorgruppe des Hauptacts, sondern als prächtig ins Programm integrierter Bestandteil des abwechslungsreichen und vergnüglichen Abends. Der fast 20 Köpfe zählende Klangkörper trug in sehr gelungener Art und Weise zuerst „Pokemon Theme“ und dann „The Best of Queen“ vor. Philipp Schäfer und Linas Geier moderierten zu den beiden Stücken und auch zur lautstark geforderten Zugabe „Party Rock Anthem“.

Fortan führte Ralf Müller gleichermaßen fach- und sachkundig sowie mit viel Begeisterung durch das Programm. Das Ensemble des Musikvereins unter der musikalischen Leitung von Christoph Wolpert begann mit einem klassischen Eröffnungsstück, dem Konzertmarsch „Alpina Fanfare“. Die Musiker groovten sich ein, für die Zuhörer gab es einen Genuss für die Ohren, welcher Lust auf Mehr machte.

„Genesis“, ein sowohl für die Zuhörer wie für die Musiker anspruchsvolles Stück, gespielt in unter-schiedlichen Tonarten und voll von Disharmonien, berührte die Menschen emotional. Die Fantasie, wie die Menschen mit den Möglichkeiten der Schöpfung umgehen, verwirrte, beglückte, ergriff, manchmal alles zugleich. Am Ende siegte die Natur.

Das Werk „Man in the Ice“ beschrieb kreativ, wie das Leben des „Ötzi“, sein Alltag, seine letzten Stunden ausgesehen haben könnten. Den Musikern gelang eindrücklich, dass die Zuhörer, welche die Abschnitte des Stückes per Moderation kannten, sehr gut mitempfinden konnten.

Anspruchsvolle Musik mit wechselnden Rhythmen bot „Diogenes“, der für seinen Minimalismus be-kannt geworden war. Die drei Sätze des Stückes erzählten Anekdoten rund um Diogenes, musikalisch exquisit dargeboten. Auch hier zeigte sich der Musikverein Külsheim als gut harmonierende Truppe, geleitet von einem wirkungsvollen Dirigat. Das Publikum spendete Beifall nach jedem Stück, auf für die entsprechende Moderation.

Nach der Pause führte die musikalische Zeitreise in den Weltraum zu „Star Wars“, dessen Filmmusik bereits über Jahrzehnte beeindruckt und dies auch am Samstag durch die dynamische Interpretation der Külsheimer Musiker tat. Besonders eindrucksvoll präsentierte sich auch der Jugendchor „Cantabile“ (Leitung Imelda Streitenberger) mit „White Winter Hymnal“. Die jungen Leute zeigten gesanglich Flagge, trugen temperamentvoll und präzise vor, mit großer dynamischer Sorgfalt.

Elf Minuten lang Kino für die Ohren erlebten die Besucher bei „In 80 Tagen um die Welt“, einem Stück hoher Schwierigkeit, welches mit wechselnden Tempi und Rhythmen leicht und schön gespielt einher kam. Die Musik griff trefflich Orte und Handlungen der Reise auf, Bilder entstanden so vor dem inneren Auge von ganz alleine.

Als ebenso gelungen erwies sich das wunderschön arrangierte „New York Medley“, bei welchem das Ensembles des Musikvereins und der Jugendchor gemeinsam auftraten. Bei dem fantastischen Stück über eine imposante Metropole überzeugten die Gemeinsamkeiten künstlerischer Darbietungen ebenso wie starke Solisten.

Der offizielle Abschluss des Abends, der Konzertmarsch „Minerva“ als Hymne auf die römische Göttin der Weisheit, hatte es technisch ganz schön in sich. Die Musiker meisterten indes auch diese schöpferischen Klippen, dynamisch, charakter- und anspruchsvoll. Lawo stellte abschließend fest, die Begeisterung der Musiker und Sänger habe sich auf das Publikum übertragen. Jenes wiederum forderte stehend klatschend nach Zugabe.

Bei „We are the world“ versammelten sich alle Akteure auf der Bühne uns machten dem Vereinsnamen „Eintracht“ alle Ehre, denn es musizierten die beiden Orchester und der Chor im gemeinsamen Finale einträchtig miteinander. Beim abschließenden „Frankenland-Marsch“ sangen weite Teile des begeisterten Publikums mit.