Tauberbischofsheim

Leserbrief Zu „Neue Weihnachtsbeleuchtung für die Innenstadt“ (FN, 17. Januar)

„Ein Alleinstellungsmerkmal geht verloren“

Mit Bestürzung und großer Enttäuschung habe ich den Bericht über die neu vorgesehene Innenstadtbeleuchtung für Tauberbischofsheim gelesen.

Die bisherige Illumination hat viele Jahre die Innenstadt zur Advents- und Weihnachtszeit geprägt und gehört für mich zu den schönsten Beleuchtungen weit und breit.

Dagegen stellt sich die neue Version doch sehr mickrig dar. Ob diese zu mehr Attraktivität der Innenstadt beiträgt, halte ich für sehr zweifelhaft. Die sogenannte „Tag- und Nachtwirkung“ ist ein sehr dürftiges Argument und bemerkt wahrscheinlich auch niemand. Falls in dieser Zeit die Sonne scheinen sollte, ist davon wohl kaum noch etwas zu sehen.

Wie aus dem Bericht hervorgeht, werden die Kosten für die neue Installation die Einsparung durch den etwas geringeren Energieverbrauch auch langfristig nicht amortisieren.

Es wurde auch nicht erwähnt, dass die bisherige Beleuchtung sanierungsbedürftig ist.

Man fragt sich: Weshalb müssen hier mehr als 61 000 Euro ohne Not ausgegeben werden? Schwimmt die Stadt Tauberbischofsheim im Geld? Es gibt mit Sicherheit andere Projekte, bei denen die Bürger mehr davon haben (zum Beispiel Hallenbad).

Es ist richtig, dass die Weihnachtsbeleuchtung in die Jahre gekommen ist, aber dies ist kein Grund eine attraktive und allgemein bewunderte Illumination zu ersetzen. Ein Alleinstellungsmerkmal geht verloren.

In die Jahre gekommen ist wohl auch ein großer Teil des Stadtrats. Wann wird dieser ersetzt?