Tauberbischofsheim

Leserbrief Zu „AfD-Büro stark beschädigt“ (FN, 18. Oktober)

„Drohungen ernst nehmen“

Ein kurzer Artikel zu einem schweren politischen Verbrechen. Wie ausführlich und über wie viele Tage wäre berichtet worden, wenn dieser Anschlag einem jüdischen Büro gegolten hätte? Anscheinend werden in Deutschland die Bürger in Opfer erster und zweiter Klasse eingeteilt, denn der Angriff galt ja nur mir, einer deutschen, christlichen AfD-Frau.

Das dritte Mal wurde nun bereits mein Büro in Tauberbischofsheim angegriffen. Dieses Mal beträgt der geschätzte Sachschaden zwischen 8000 und 12 000 Euro. Und dieses Mal gibt es ein Bekennerschreiben der sogenannten Antifaschisten, indem nicht nur ich sondern auch meine Familie bedroht wird.

Das Zitat von Ignazio Silone trifft es sehr genau: „Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ,Ich bin der Faschismus‘. Nein, er wird sagen: ,Ich bin der Antifaschismus‘.“

Erst vor wenigen Tagen wurde auf das Hotel, in dem wir unsere Stammtische abhalten, ein Brandanschlag verübt. Enthemmter linker Gesinnungsterror macht sich in ganz Deutschland breit. Hauptziele sind Mitglieder und Funktionäre der AfD.

Sie sind allesamt unbescholtene, gesetzestreue Bürger, deren einziges „Verbrechen“ es ist, in der „falschen“ Partei zu sein und sich im politischen Diskurs frei zu äußern.

Noch gibt es nur Sachschaden zu beklagen, doch die Drohungen muss ich sehr ernst nehmen. Niemand sollte zu einem solchen Terror schweigen, denn wer schweigt, macht sich mitschuldig. Die Altparteien haben einen Geist finanziert und aus der Flasche gelassen, den sie nun nicht mehr einfangen können. Doch ich lasse mich nicht einschüchtern. Mein Handeln wird einzig und allein von meinem Gewissen bestimmt.