Tauberbischofsheim

Distelhäuser Winterbockanstich Mit Bürgermeisterin Anette Schmidt und Bierkönigin Laetitia Nees war diesmal gleich doppelte Frauenpower am Start

Die Königin hatte „Bock auf Bock“

Archivartikel

Beim Distelhäuser Winterbockanstich gab es diesmal mit Bürgermeisterin Anette Schmidt und Bierkönigin Laetitia Nees gleich doppelte Frauenpower.

Distelhausen. Brauereigeschäftsführer Roland Andre freute sich, die zahlreichen Gäste in der Alten Füllerei zum 18. Distelhäuser Winterbockanstich begrüßen zu können. An diese stellte er gleich die Frage: „Habt Ihr Bock auf Bock?“

Besonders freute er sich, dass auch die erste baden-württembergische Bierkönigin Laetitia aus dem Kreis Karlsruhe angereist war. Tatkräftig musikalisch unterstützt wurde der Anstich durch die „Balbachtaler“, die auch das Badener Lied anstimmten, bei dem alle im Saal mitsangen.

Andre hatte für den Anstich, der von Bürgermeisterin Anette Schmidt durchgeführt wurde, zwei Powerfrauen an seiner Seite. Diese fühlte sich durch die „Queen“ doppelt motiviert, und nach nur wenigen Schlägen war das diesjährige Winterbockbier angezapft.

Mit einem zünftigen Schlachtfest startete die 2019/2020 Distelhäuser Winterbocksaison.

Unterstützt wurde der Winterbockanstich auch durch die Brauereifreunde Rainer Epp und Thomas Appel, die das erste Fass zum Distelhäuser Winterbockanstich in die Alte Füllerei brachten.

Über den Distelhäuser Winterbock informierte Brauereigeschäftsführer und Braumeister Roland Andre: Er hat 7,1 Prozent Alkohol und 17,6 Prozent Stammwürze. Er ist karamellfarben, sanft im Antrunk mit leichter Karamellnote. Als erste baden-württembergische Bierkönigin repräsentiert Laetitia Nees alle baden-württembergischen Brauereien mit ihren handwerklichen Produkten. Erst seit diesem Jahr gibt es in Baden-Württemberg eine offizielle Bierkönigin und zwei Bierprinzessinnen.

Für sie sei es eine tolle Aufgabe, regionales Bier aus dem Land zu repräsentieren, sagte Laetitia Nees.

Bei der ersten Wahl zur Baden-Württembergischen Bierkönigin im Mai wurde sie unter 70 Mitbewerberinnen von den acht Jurymitgliedern in Stuttgart zur Siegerin gekürt.

Im Gespräch mit unserer Zeitung sprach sie über ihr Ehrenamt.

Frau Nees, wie wurden Sie zur Bierkönigin gewählt?

Laetitia Nees: Die Bierkönigin ist ein Kind des baden-württembergischen Bierbrauerverbandes, der mit einem Casting 70 Bewerberinnen in die Runde zur ersten Wahl brachte.

Dabei standen folgende Fragen für die Bewerberinnen an: Wie kennt man sich mit dem Produkt Bier aus und wie präsentiert man es? Die zehnköpfige Jury traf ihre Wahl und seit 5. Mai gibt es eine Bierkönigin und an ihrer Seite zwei Bierprinzessinnen.

Wen oder was repräsentieren Sie als baden-württembergische Bierkönigin?

Nees: Ich repräsentiere alle Biere und alle Brauereien in Baden-Württemberg, bin aber auch überregional als Werberin für unsere Biere tätig – wie zum Beispiel auf dem Brauertag in Berlin.

Haben Sie einen persönlichen Bezug zum Bier oder zu einer Brauerei?

Nees: Ich arbeite seit sieben Jahren bei einer Hausbrauerei in Karlsruhe in der Gastronomie und habe so schon lange einen Bezug zum Bier. Dort bin ich im Service tätig – das ist für mich eine spannende Sache.

Welches ist Ihr Lieblingsbier? Bevorzugen Sie ober- oder untergärige Biere?

Nees: Alle Biere aus Baden-Württemberg sind gute Biere, und unsere Brauereien haben eine Vielfalt in ihren Biersortimenten. Ich bevorzuge als echter Pils-Fan jedoch ein Bier Pilsener Art, denn das schmeckt mir am besten. Ich mag aber auch gerne die saisonalen Biere aus unserer Region wie zum Beispiel das Bockbier.

Was umfasst Ihr Amt als Bierkönigin und wie lange ist Ihre Amtszeit?

Nees: Die Amtszeit beträgt ein Jahr, im Mai 2020 finden Neuwahlen statt. Auf verschiedenen Veranstaltungen wie Brauereifesten und Messe repräsentiere ich die baden-württembergischen Braukunst. Bei verschiedenen Veranstaltungen in den regionalen Brauereien informiere ich mich vorab.

So habe ich mich vorab auch über die Distelhäuser Brauerei und den diesjährigen Winterbockanstich informiert.

Erhält eine Bierkönigin auch Schulungen über die deutsche Biervielfalt?

Nees: Ja, zum Beispiel in der Form von Brauereiführungen.

Sie sind sehr spannend, und man kann dabei einiges über die regionale Braukunst und die regionalen Biere erfahren. Dabei ist es auch sehr interessant, mehr über die Biere und die Menschen, die sie handwerklich produzieren, in Erfahrung zu bringen.

Bei unserer Biervielfalt im Land wird jeder Bierfreund in seiner Geschmacksrichtung fündig.