Tauberbischofsheim

Schulen in Trägerschaft des Landkreises Mittel von 2,2 Millionen Euro werden abgerufen / Breitbanderschließung nahezu abgeschlossen

Die Digitalisierung schreitet weiter voran

Archivartikel

Main-Tauber-Kreis.Die Digitalisierung an den Beruflichen Schulen schreitet voran. Bereits jetzt bestehen vielfältige Möglichkeiten, den Unterricht mit digitaler Ausstattung zu gestalten. Diese Entwicklung wird in den kommenden Jahren durch Mittelabruf aus dem Digitalpakt Schule weiter voranschreiten. Die ersten Beruflichen Schulen haben ihre Medienentwicklungspläne vorgelegt. Auch die Sonderpädagogischen Schulen und Erziehungszentren werden eingebunden.

Bereits erheblich investiert

Die Beruflichen Schulen im Main-Tauber-Kreis zeichnen sowohl für die berufliche Ausbildung als auch die allgemeine Schulbildung bis hin zum Abitur verantwortlich. Der Schulträger Main-Tauber-Kreis steht deshalb in einem stetigen Dialog mit den Schulleitungen, um diese Bildungshäuser mit dem heutigen Stand der Technik und der Digitalisierung auszustatten.

Bereits in den zurückliegenden Jahren konnte durch Bewilligung des Kreistages erheblich investiert werden. Whiteboards, digital gesteuerte Maschinen in den Werkstätten oder digitale Messgeräte, zum Beispiel in der Ausbildung für die Kfz-Mechatroniker, konnten angeschafft und PC-Räume ausgestattet werden.

„Die Digitalisierung wird in den nächsten Jahren aufgrund der Medienentwicklungspläne einen weiteren Schub erhalten“, erklärt Landrat Reinhard Frank. Diese weitere Ausstattung ist möglich, weil dem Schulträger Main-Tauber-Kreis aus dem Digitalpakt Schule ein Budget von rund 2,2 Millionen Euro für die Beruflichen Schulen und die Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren zugeteilt wurde. Dieses Budget kann bis 2023 abgerufen werden.

Chance nutzen

„Diese Chance werden wir im Einklang mit den vorliegenden Medienentwicklungsplänen nutzen und alle in Trägerschaft des Landkreises stehende Schulen digital voranbringen“, ergänzt Dezernent Jochen Müssig vom Landratsamt Main-Tauber-Kreis. Die Medienentwicklungspläne setzen Schwerpunkte in der technischen Ausstattung, der Unterrichtsgestaltung und in der Lehrerfortbildung.

Die Anschaffungen konzentrieren sich auf weitere Whiteboards, mobile Endgeräte, Server- und Netzwerkausstattung bzw. Netzwerkerweiterungen.

Inzwischen haben bereits die Kaufmännische Schule Bad Mergentheim, die Kaufmännische Schule Tauberbischofsheim und die Gewerbliche Schule Tauberbischofsheim ihren Medienentwicklungsplan vorgelegt. Die Pläne wurden durch die Landkreisverwaltung und das Kreismedienzentrum geprüft und dienen nun als Grundlage für den Abruf der Fördermittel aus dem Förderprogramm „Digitalpakt Schule“.

An den Beruflichen Schulen in Bad Mergentheim und in Wertheim wird noch an den Medienentwicklungsplänen gearbeitet. Mit der Vorlage beim Landratsamt wird noch vor den Sommerferien gerechnet. Auch für diese Schulen werden dann entsprechende Anschaffungen getätigt.

Sukzessive Ausstattung

Da die Landkreisverwaltung auch beim Digitalpakt Schule ergänzende Mittel aufbringen muss, ist eine Ausstattungs- und Investitionsphase bis 2023 notwendig. „Die jeweils notwendigen Kreismittel werden im Rahmen der Haushaltsberatungen dem Kreistag zur Bewilligung vorgeschlagen“, sagt Dezernent Jochen Müssig. Im Sinne der digitalen Entwicklung werden sukzessive die Sonderpädagogischen Beratungs- und Bildungszentren berücksichtigt. Zum Schulträger Main-Tauber-Kreis gehören die Schule im Taubertal in Unterbalbach und die Schule im Schloss in Unterschüpf.

Damit die Digitalisierung in allen Schulen im Main-Tauber-Kreis genutzt werden kann, wurde seitens der Kreisverwaltung sowie der Städte und Gemeinden auf die notwendige Breitbanderschließung geachtet. Inzwischen sind 80 Prozent aller Schulen im Main-Tauber-Kreis unmittelbar mit Glasfaser angebunden. Die noch nicht angebundenen Schulen und Bildungshäuser werden laut Telekom bis Ende Juni 2020 über einen Glasfaseranschluss verfügen.

„Wir appellieren deshalb auch an die Schulträger, die möglichen Bandbreiten zu buchen“, erklärt Landrat Frank. Die Erschließung der Schulen mit Glasfaser erfolgte im Vertrauen darauf, dass die jetzt zur Verfügung stehenden Bandbreiten genutzt werden. Den Schulen stehen Möglichkeiten bis zur Gigabit-Welt offen. Welche Schulen bereits über einen Glasfaseranschluss verfügen und welche Schulen noch bis Ende Juni ausgebaut werden, kann unter www.main-tauber-kreis.de/breitbandausbau abgerufen werden. lra