Tauberbischofsheim

Gemeinderat Tauberbischofsheim Feststellung des Jahresabschlusses der Eigenbetriebe Abwasserbeseitigung und Wasserversorgung

Deutlichen Anstieg der Investitionskosten verzeichnet

Archivartikel

Tauberbischofsheim.Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Mittwoch (die FN berichteten) den Jahresabschlüssen 2018 für die Eigenbetriebe der städtischen Abwasserbeseitigung (eine Gegenstimme) sowie der Wasserversorgung (einstimmig) zugestimmt und der Betriebsleitung Entlastung erteilt.

Klaus Roth (Kämmerei) versorgte die Räte zuvor mit den nötigen Zahlen und Fakten.

Bei der Abwasserbeseitigung schließe das Jahr mit Erträgen und Aufwendungen in identischer Höhe von jeweils rund 3,5 Millionen Euro ab. Wesentliche Aufwandspositionen seien Kosten für Roh- und Betriebsstoffe (400 000 Euro), Fremdleistungen für die Unterhaltung (450 000 Euro), Klärschlammbeseitigung (200 000 Euro), Personal (410 000 Euro), Abschreibungen (1,4 Millionen Euro) und Zinsen (470 000 Euro) gewesen. Im Vermögensplan stünden Einnahmen von 2,1 Millionen Euro Ausgaben in Höhe von 2,3 Millionen Euro gegenüber, was einen Finanzierungsfehlbetrag von rund 200 000 Euro bedeute. Grund dafür seien unter anderem die getätigten Investitionen (820 000 Euro) in Kläranlage, Kanalsanierungen und Erschließungsmaßnahmen. Der Darlehensstand sei leicht gesunken auf nun rund 11,5 Millionen Euro.

Bei der Wasserversorgung habe man 2018 einen kleinen Überschuss von rund 50 000 Euro erzielt, so Klaus Roth. Die Erträge von 1,8 Millionen Euro lagen damit leicht über den Aufwendungen in Höhe von 1,75 Millionen Euro. Wesentliche Aufwandspositionen seien auch hier unter anderem Kosten für Roh- und Betriebsstoffe (550 000 Euro), Unterhaltung (330 000 Euro), Personal (420 000 Euro) sowie Abschreibungen (270 000 Euro).

Im Vermögensplan habe man aufgrund höherer Einnahmen (2,1 Millionen Euro) als Ausgaben (2,03 Millionen Euro) einen Finanzierungsüberschuss von rund 70 000 Euro erzielt. Allerdings sei dies auch in einer erneuten Kreditaufnahme (1,2 Millionen Euro) begründet. Dieser sei wegen größerer Investitionen auf dem Laurentiusberg (mehr als 1,1 Millionen Euro) erforderlich geworden. So viel habe man in den drei Vorjahren zusammen ausgegeben. Der Darlehensstand sei dadurch um rund eine Million auf 2,7 Millionen Euro angewachsen.

Wie Klaus Roth abschließend betonte, sei auch in Zukunft mit steigenden Investitionskosten zu rechnen. Bis zur Fertigstellung der Wasserversorgungskonzeption werde sich das kaum ändern.