Tauberbischofsheim

Volkstrauertag Gedenkfeier fand in Dittwar statt / Fackelzug zum Ehrenmal

Der Toten durch Krieg und Gewalt gedacht

Archivartikel

Dittwar.Wie in vielen Gemeinden wurde auch in Dittwar am Volkstrauertag der Toten durch Krieg, Gewalt und Hass gedacht.

Am frühen Abend setzte sich ein Zug aus Feuerwehrkameraden mit Fackeln, Bürgermeisterin Anette Schmidt, Ortsvorsteher Mathias Lotter, Vertretern der Bundeswehr und zahlreichen Einwohnern vom Rathausplatz in Richtung des Ehrenmals am Friedhof in Bewegung. Dort wurden sie bereits von der Musikkapelle erwartet, die die Gedenkfeier musikalisch umrahmte.

Mathias Lotter ging in seiner Ansprache nicht nur auf die Toten der beiden Weltkriege ein, sondern führte den Bogen weiter zu den heutigen Opfern von Kriegen, Hass und Terror in verschiedenen Teilen der Welt. Bürgermeisterin Anette Schmidt erinnerte zuerst an den Mauerfall vor 30 Jahren, der in Deutschland das letzte Relikt des Zweiten Weltkriegs beseitigt habe, und an das Ende des Ersten Weltkriegs vor 101 Jahren. Im Gedenken an die Opfer wurde 1922 der Volkstrauertag eingeführt.

Dies habe die Nazis nach der Machtübernahme nicht daran gehindert, sofort mit den Vorbereitungen für einen neuen Krieg zu beginnen, der 1939 von ihnen ausgelöst wurde und noch wesentlich mehr Opfer als der vorangegangene Erste Krieg forderte.

Seit Ende dieses Krieges besteht nun in Europa seit 70 Jahren die in der Geschichte bekannte längste Friedenszeit.

Diese zusammen mit den europäischen Partnern weiterzuführen und den Frieden zu erhalten ist, so Schmidt, die wichtigste Aufgabe. Nach dem Dank des Ortsvorstehers an alle Anwesenden, insbesondere an die Feuerwehr sowie an Musikkapelle und Gesangverein, sang man zum Abschluss gemeinsam die Nationalhymne. ali