Tauberbischofsheim

Matthias-Grünewald-Gymnasium Fast 150 Akteure wirkten beim Weihnachtskonzert in der Tauberbischofsheimer Martinskirche mit

Der Reigen der Lieder reichte von der Klassik bis zum Pop

Archivartikel

Tauberbischofsheim.Bald ist Weihnachten. Hektik und Stress drohen Überhand zu nehmen. Besinnung tut Not. Daran erinnerte das vom Matthias-Grünewald-Gymnasium gestaltete Konzert in der Martinskirche. Lieder, Texte und Instrumentalstücke stimmten ein auf das bevorstehende Christfest. Fast 150 Akteure machten mit.

Mit barocker Festmusik eröffnete das Musikschulorchester das Programm. Unter der Leitung von Felix Krüger spielte das Ensemble die Ouvertüre, „Bourée“, „La Paix“ und das Menuett aus Georg Friedrich Händels „Feuerwerksmusik“. Vor dem Auge des Publikums entstand ein fröhliches Klanggemälde.

„In jenen Tagen erließ Kaiser Augustus den Befehl, alle Bewohner des Reiches in Steuerlisten einzutragen“. So beginnt nach Lukas die biblische Erzählung von der Geburt Jesu. Wichtige Stationen der von Liara Gräter vorgetragenen Weihnachtsgeschichte thematisierte der Chor der Klassen 5 bis 8 unter der Leitung von Claudia Krüger mit traditionellen Weihnachtsliedern. Der Reigen spannte sich von Lorenz Maierhofers „Es naht ein Licht“ über das Rätsellied vom Rosenwunder, „Maria durch ein Dornwald ging“, bis hin zu „Als ich bei meinen Schafen wacht“ und „Hört der Engel helle Lieder“. Johanna Schreck glänzte als Solosängerin. Sina Uhl (Violine), Nella Metzger (Querflöte), Alina Hemberger (Gitarre) und Felix Krüger (Klavier) sorgten für die musikalische Begleitung.

Die Nachwuchstalente der Streicherklasse stehen ganz am Beginn ihrer musikalischen Laufbahn. Während die Sechstklässler schon sehr geschickt den Bogen zu führen wissen, haben die Fünftklässler innerhalb weniger Wochen musikalische Grundfertigkeiten wie das Zupfen gelernt.

Das von Claudia Krüger, Karin Ort und Manja Huber betreute Ensemble spielte Pachelbels „Kanon“ und „Jingle Bells“.

Wer konsequent übt, verfeinert sein Können. Das Vororchester ist dafür ein gutes Beispiel. Das von Felix Krüger geleitete Ensemble vermag schon auf einem beachtlichen Niveau zu musizieren. Zeugnis davon gaben Felix Mendelssohns „Hark, the herald angel sings“, das Spiritual „Nobody knows“ und die englische Weise „Deck the hall“.

Eine Premiere bedeutete der Auftritt der Klasse 5c. Mit ihrer Musiklehrerin Verena Hart hatten die Mädchen und Buben den Weihnachtsklassiker „Little drummer boy“ einstudiert. Gesangs- und Instrumentalgruppe waren gut aufeinander abgestimmt. Sebastian Freund meisterte die Aufgabe als kleiner Trommler prächtig.

Weihnachten goes Pop hieß es dann. Die neugegründete und von Claudia Krüger betreute Gesangsformation der Mittelstufe stimmte George Michaels „Last Christmas“ an. Bei dem wohl berühmtesten säkularen Weihnachtshit der Moderne traten Alina Hemberger und Liara Gräter als Solistinnen in Erscheinung. Annika Größlein unterstütze die Darbietung am Klavier.

Der vieldeutigen Symbolik des Sterns spürte der Schulchor nach. Die Singgemeinschaft unter der Leitung von Felix Krüger vereint Schüler, Lehrer und Eltern. Sogar ehemalige Gymnasiasten singen mit. Annika Größlein begleitete den Vortrag am Klavier.

Zur Aufführung gelangten Lieder wie die amerikanische Volksweise „Every night when the sun goes in“ und Morten Lauridsens „Sure on this shining night“. Josef Schnabels „Transeamus usque Bethlehem“ lenkte ein letztes Mal den Blick auf die zentrale Botschaft von Weihnachten – Gott wird Mensch.

Der elegische Kanon „Soli Deo Gloria“ war am Ende eines beeindruckenden Konzerts Klang gewordene Theologie. feu