Tauberbischofsheim

Naturschutz Mitglieder der Jugendhilfe Creglingen unterstützten die Nabu-Ortsgruppe Tauberbischofsheim im Leintal

Dem Zackenschötlein „zu Leibe gerückt“

Archivartikel

Tauberbischofsheim.Sechs Jugendliche der Jugendhilfe Creglingen kamen der NABU-Ortsgruppe Tauberbischofsheim zur Hilfe, um gemeinsam dem Orientalischen Zackenschötchen (Bunias orientalis) zu Leibe zu rücken.

Das Orientalische Zackenschötchen zählt zu den sogenannten Neophythen, also eingeschleppten Pflanzen, die zusehends den Lebensraum der einheimischen Vegetation streitig machen. Hier typische Wiesensalbei-Margariten-Wegraine gelten bereits als Rarität, da sich die Samen des Bunias insbesondere über Straßenbaumaßnahmen ausbreiten. Man kann beobachten, was entlang der jüngst verlegten Leitungsstrecken im Taubertal passieren wird!

Um den Überlebenskünstler Zackenschötchen einzudämmen, bedarf es wiederholter Eingriffe, wie Mähen, besser Ausstechen der Wurzeln mit Abfuhr und Verbrennung des Materials.

Als Probe aufs Exempel diente der Graben des Silberbrünnles im Leintal, da dort das Bunias bereits im Begriff ist, die Barriere des Teerwegs zum gegenüberliegenden Naturschutzgebiet zu überwinden.

Dankbare Unterstützung erhielt der Naturschutzbund von Jugendlichen der Jugendhilfe Creglingen aus den Hausgruppen Tauberbischofsheim und Wertheim, die gemeinsam mit einem Betreuer eigens einen Nachmittag ihrer Schulferien für diese schweißtreibende Arbeit opferten und mit viel Elan ans Werk gingen. Ein hochgetürmter Anhänger voller Zackenschötchen war die Ausbeute. Belohnt wurden die zwölf bis 16- Jährigen für ihren Einsatz nicht nur mit bestem Wetter, sondern auch mit einem ordentlichen Vesper. Jetzt hofft die Nabu-Gruppe auf den nächsten Einsatz, denn das Bunias schlummert nur.